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Alle Ausgaben des Newsletters finden Sie im Archiv.

Helmholtz Open Science Newsletter vom 14.04.2022

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dies ist der 91. Helmholtz Open Science Newsletter des Helmholtz Open Science Office, der in deutscher und englischer Sprache verfügbar ist. In diesem Newsletter geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen zum Thema Open Science.

Sie finden den aktuellen Newsletter und das Archiv auf der Website des Helmholtz Open Science Office.

Leiten Sie diesen Newsletter gerne weiter.

Für tagesaktuelle Informationen zum Thema Open Science: Die interne Mailingliste os-pro-helmholtz „Helmholtz Open Science Professionals“ richtet sich an Mitglieder der Helmholtz-Gemeinschaft, die sich für Open-Science-Themen, wie zum Beispiel Open Access, offene Forschungsdaten und Open Research Software interessieren. Neben der Information über aktuelle Entwicklungen wird die Diskussion zu praktischen Fragen erleichtert. Sie können sich hier für die Liste anmelden. (Hinweis: Diese Liste ist nur für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft verfügbar).

1. Neuer Schub für wissenschaftsgeleitete Open-Access-Publikationsinfrastrukturen

Aktuell werden wissenschaftsgeleitete Open-Access-Publikationsinfrastrukturen stark diskutiert. In diesem Zusammenhang wird häufig von der Kategorie „Diamond Open Access“ gesprochen. Nach diesem Modell erfolgt eine institutionelle Finanzierung von Open-Access-Publikationen, sodass weder Autor:innen noch Leser:innen mit Kosten belastet werden. Das Attribut „wissenschaftsgeleitet” bildet einen zentralen Aspekt in der Diskussion: Wissenschaftsinstitutionen betreiben die Publikationsinfrastrukturen selbst oder finanzieren die Dienste der Publikationsinfrastrukturen und behalten somit eine stärkere Kontrolle über den Umgang mit ihren Publikationen. Auf diese Weise sollen unter anderem die Nachhaltigkeit und Vielfalt der angestrebten offenen Infrastrukturen gewährleistet werden.

Illustriert wird dies durch eine Auswahl einschlägiger Aktivitäten aus den letzten Monaten, bei denen dieser Themenkomplex hervorgehoben wurde:

2. open-access.network veranstaltet Workshops zur Open-Access-Budgetentwicklung

Im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts open-access.network veranstaltet das Helmholtz Open Science Office an fünf Terminen im April und Mai 2022 den Workshop „Budgetentwicklung im Kontext der Open-Access-Transformation“. Die Veranstaltung richtet sich an Bibliotheksmitarbeiter:innen und andere Akteur:innen aus Hochschulen und Forschungsinstitutionen, die an ihren Institutionen über die Entwicklung des Bibliotheksbudgets bzw. des künftigen Informationsbudgets mit dem Ziel der Open-Access-Transformation entscheiden. Die verfügbaren Termine sind bereits ausgebucht.

Zu weiteren Informationsangeboten von open-access.network gehören unter anderem ein Helpdesk und ein Forum. Das Helmholtz Open Science Office ist an dem Projekt beteiligt.

3. Open-Access-Transformation und Erwerbung in wissenschaftlichen Bibliotheken

Mit Open Access ermöglichen: Open-Access-Transformation und Erwerbung in wissenschaftlichen Bibliotheken ist unter Helmholtz-Beteiligung ein lesenswerter praktischer Leitfaden zum Thema der Open-Access-Transformation und Erwerbung entstanden. Hintergrundinformationen, praxisorientierte Anregungen und Umsetzungsbeispiele regen den fachlichen Diskurs an. Bereits vorhandene Quellen und Ressourcen, auch aus dem internationalen Kontext, werden berücksichtigt, insbesondere zu den theoretischen Hintergründen der Open-Access-Transformationsstrategie sowie zu Wegen und Maßnahmen zur Umsetzung der Open-Access-Transformation im Erwerbungsalltag. Die vorgeschlagenen Empfehlungen berücksichtigen explizit verschiedene finanzielle und personelle Spielräume für interessierte Einrichtungen.

Zitation: Rösch, H., Geschuhn, K., Barbers, I., Bove, K., Pohlmann, T., & Satzinger, L. (2022). Open Access ermöglichen: Open Access-Transformation und Erwerbung in wissenschaftlichen Bibliotheken – ein praktischer Leitfaden. https://doi.org/10.5281/zenodo.6090208

4. Open-Access-Monitor erweitert um Scopus-Datenbank

Der Open-Access-Monitor Deutschland (OAM) erfasst die Publikationen deutscher akademischer Einrichtungen in wissenschaftlichen Zeitschriften und beobachtet die Transformation zu Open Access. Die Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich entwickelt und betreibt den OAM, der nun durch die Einbindung der Datenbank Scopus erweitert wird. Durch die Zusammenarbeit mit Elsevier erhält der OAM Zugang zu qualitativ hochwertigen Publikationsdaten: Scopus ist eine Abstract- und Zitationsdatenbank für begutachtete (peer-reviewed) Literatur. Die Integration von Publikationsdatenbanken in den OAM ermöglicht Universitäten, Forschungseinrichtungen, politischen Entscheidungsträger:innen und der deutschen Wissenschaftsgemeinschaft, die Entwicklung des institutionellen Publikationsaufkommens zu beobachten und unterstützt das Ziel, Open Access deutschlandweit zu ermöglichen. Fragen und Feedback zum Open-Access-Monitor können an info@open-access-monitor.de gerichtet werden.

5. Neues Forschungsprofil „Mein KITopen“ verbessert Sichtbarkeit der Forschungsergebnisse des KIT

Das Repository KITopen ist die zentrale Open-Science-Plattform am Karlsruher Institut für Technologie (KIT); es stellt täglich Forschungsinformationen aus unterschiedlichen Datenbanken für das Helmholtz-, EU- und KIT-Reporting bereit. Forschende finden nun über das neue Portal „Mein KITopen“ auf sie individuell zugeschnittene Forschungsservices, womit sie ihren Forschungsoutput effizient verwalten und die Sichtbarkeit ihrer Forschung erhöhen können. Auch PoF-Verantwortliche können die vielfältigen Berichtsanforderungen des Großforschungsbereichs effizienter bewerkstelligen und für die Bereitstellung des geforderten Open-Access-Indikators die beteiligten Forschenden auf einfachem Weg in die berichtsrelevanten Absprachen einbeziehen. Darüber hinaus kooperiert KITopen auch mit der Non-Profit-Organisation ORCID, über die Forschende einen individuellen Open Researcher and Contributor Identifier erhalten. ORCID ist direkt mit KITopen verbunden (weitere Informationen auf https://www.orcid-de.org, Projektbeteiligung des Helmholtz Open Science Office). Die KIT-Bibliothek setzt auf wissenschaftseigene und Open-Science-kompatible Standards der Wissenschaftskommunikation. Es stehen ein kurzes Einführungsvideo zu „Mein KITopen“ sowie weitere Informationen zur Verfügung.

6. Neues aus der Welt der persistenten Identifikatoren

Mit dem Fortschreiten des kulturellen Wandels zu Open Science rückt die Verzahnung von Identifikationssystemen zunehmend in den Fokus, die unter dem Oberbegriff „Persistent Identifier“ (PID) gefasst werden. 

Im Projekt ORCID DE wird u. a. die Vernetzung von ORCID iDs mit der Gemeinsamen Normdatei (GND) und den dadurch ermöglichten Verknüpfungen mit den Titeldaten der Deutschen Nationalbibliografie vorangetrieben. So konnte im Februar 2022 bereits die 160.000ste ORCID iD in einem Personendatensatz der GND nachgewiesen werden.

Darüber hinaus widmet sich das Projekt der Etablierung eines „Organization Identifiers“ für wissenschaftliche Institutionen und unterstützt die Verbreitung der ROR ID (Research Organization Registry). Mit dem März-Update ist die Datenbank des Community-betriebenen und offenen Organisationsregisters ROR nun völlig unabhängig von GRID, dessen Betrieb zum Jahresende 2021 eingestellt worden war. Zudem ist es Einrichtungen nun möglich, zur Nachhaltigkeit von ROR über das Sustaining-Supporters-Förderprogramm aktiv beizutragen.

Wie verbreitet Organization Identifiers an wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland sind, zeigen die Ergebnisse der ORCID-DE-Umfrage „Organisations-IDs in Deutschland – Ergebnisse einer Bestandsaufnahme im Jahr 2020“ auf, die kürzlich in der Zeitschrift Bibliothek Forschung und Praxis veröffentlicht wurde (siehe dazu auch unten: Literaturhinweise).

Übrigens: Die neue Auswertung des ORCID DE Monitors stellt Informationen zur Verbreitung von ORCID iDs an wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland für verschiedene Zeitpunkte und auf der Deutschlandkarte visualisiert, bereit.

Ausführlich werden diese Neuerungen – neben weiteren spannenden Vorträgen – zum 6. ORCID DE Workshop am 04. Mai 2022 präsentiert. Die Anmeldung ist bereits möglich.

7. DFG konkretisiert Anforderungen zum Umgang mit Forschungsdaten in Förderanträgen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ihre Anforderungen zum Umgang mit Forschungsdaten in Förderanträgen konkretisiert und macht Angaben dazu in Projektanträgen verpflichtend. Auf diese Weise soll eine Nachnutzung der Forschungsdaten sowie ggf. auch anderer Forschungsobjekte erleichtert werden. Die DFG empfiehlt, fachspezifisch einschlägige Empfehlungen zu Standards, Methoden und Infrastrukturen zu berücksichtigen. Antragstellende können sich an einem Fragenkatalog orientieren, der projektspezifisch angepasst werden kann. Für die Suche nach geeigneten fachspezifischen Forschungsdatenrepositorien wird eine Recherche im re3data-Register sowie im Portal für Forschungsinfrastrukturen RIsources empfohlen.

8. Neues vom Registry of Research Data Repositories – re3data

Das Team von re3data COREF unterstützt die RDA Data Granularity Working Group bei der Durchführung einer Umfrage, um zu untersuchen, wie Forschungsdatenrepositorien mit dem Thema Datengranularität umgehen. Die Ergebnisse dieser Umfrage sollen helfen, die Größe und den Umfang von Repositorien in re3data besser zu beschreiben. Außerdem beteiligen sich mehrere Mitglieder des re3data-Teams an einer neu gegründeten RDA Data Repository Attributes Working Group, deren Ziel es ist, eine Liste gemeinsamer Attribute zur Beschreibung von Forschungsdatenrepositorien zu erstellen sowie Beispiele für Umsetzungsansätze dieser Attribute zu finden und vorzustellen.

Als Datenquelle liefert re3data Informationen zu Forschungsdatenrepositorien an das Open Science Observatory. Die von OpenAIRE betriebene Plattform aggregiert Indikatoren und Visualisierungen zur Open-Science-Landschaft in Europa.

Aufschlussreiche Informationen über die globale Landschaft der Forschungsdatenrepositorien vermitteln die neuesten Beiträge im Blog von re3data COREF:

Die National Science Foundation (NSF) empfiehlt re3data für die Recherche nach geeigneten Forschungsdatenrepositorien. Auch das European Research Council (ERC) listet re3data unter seinen Empfehlungen für Open Science; und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verweist in einer neu publizierten Checkliste für den Umgang mit Forschungsdaten in DFG-Projekten auf den Dienst.

9. Neue ELN-Lösung des MDC

Das Max-Delbrück-Centrum (MDC) hat kürzlich eine institutionelle Electronic Lab Notebook (ELN)-Lösung eingeführt, um Forschende dabei zu unterstützen, ihre experimentellen, analytischen und essentiellen (Meta-)Daten besser auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar (gemäß FAIR-Prinzipien) zu machen. Im Einklang mit der Forschungsdatenmanagementpolitik und den Nachhaltigkeitsrichtlinien des MDC ist dies auch eine Antwort auf die zunehmenden Forderungen zahlreicher Förderorganisationen, politischer Entscheidungsträger und Verlage.

Das RDM-Team initiierte ein entsprechendes Projekt und führte eine Befragung unter den Nutzenden und zwei Workshops durch, um ELN-Funktionen für Forschende am MDC zu definieren. Als „Must-have“-Funktionen wurden lokale Installation, Einhaltung der GLP- und FDA-Anforderungen (21 CFR Part 11), akademische Ausrichtung, Verfügbarkeit von Werkzeugen zur Erstellung von Metadaten, Funktionen zur Proben- und Bestandsverwaltung und die Interoperabilität mit anderen Labornotizbuchlösungen identifiziert. Auf Grundlage dieser Ergebnisse beschloss das MDC, RSpace als ELN-Lösung einzuführen.

Parallel zur Einführung von RSpace organisiert das RDM-Team Schulungen, die von RSpace-Ausbilder:innen unterstützt werden. Ziel ist die Vermittlung der in RSpace implementierten Funktionen und deren optimale Integration in die tägliche Arbeit der Forschenden zu ermöglichen. Das Team vermittelt auch zwischen den Projektbeteiligten (IT, Datenschutzabteilung und RSpace) und den Forschenden, um gemeinsame Lösungen zu finden, die den Anforderungen der Nutzenden, der Infrastruktur des MDC und den Datenschutzbestimmungen entsprechen.

Die ELN-Lösung bietet gegenüber einem papierbasierten Laborbuch viele Vorteile: z. B. Suchfunktion nach älteren Protokollen, direkte Links zu den Originaldaten, sichere Speicherung der Daten auf lokalen Servern, Schutz vor versehentlicher Zerstörung. Momentan befindet sich die ELN-Lösung in einer Pilotphase; sobald die ersten Labore den Integrationsprozess abgeschlossen haben, ist absehbar, dass weitere Gruppen folgen und das neue ELN erfolgreich in die tägliche Forschungsroutine einbezogen wird.

10. Open-Science-Policy für Österreich

Im Februar 2022 wurde für Österreich eine Policy zu Open Science und der European Open Science Cloud beschlossen. Der österreichische Ministerrat bekennt sich damit zu einer offenen, transparenten und inklusiven Wissenschaft sowie zur Förderung eines fairen Umgangs mit Forschungsprozessen und ihren Resultaten. Das Dokument entstand unter der Leitung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) mit Beteiligung des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW). In der Policy heißt es: „Effektiv umfasst Open Science sowohl Forschungsdaten als auch Forschungspublikationen. In diesem inklusiven Prozess geht es um die Einbeziehung der Öffentlichkeit und verschiedenster gesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure, den Austausch von Endergebnissen, aber auch aller Zwischenstufen, die zu ihnen führen, und aller Formen der Verbreitung, einschließlich der Veröffentlichung in mehreren Sprachen, sowie die Auswirkungen der Wissenschaft auf die Gesellschaft.“

11. Nationale Agenda für Forschungssoftware in Australien auf den Weg gebracht

Die Organisation Australian Research Data Commons (ARDC) hat im März 2022 eine nationale Agenda für Forschungssoftware veröffentlicht. Die Agenda richtet sich an alle Personen, die Forschungssoftware entwickeln, pflegen, verwalten und nutzen sowie an Betreibende von Forschungsinfrastrukturen und an politische Entscheidungsträger:innen. Im Vorfeld der Veröffentlichung der finalen Version fand ein umfangreicher Konsultationsprozess unter Einbeziehung verschiedener Stakeholdergruppen statt. Das Ziel der Agenda besteht darin, dass Forschungssoftware als erstklassiges Forschungsergebnis anerkannt und honoriert wird. Unter anderem wird auf das Statement der G6 zum gemeinsamen Verständnis von Open Science Bezug genommen: „High quality research software is important for excellence in research. It has become a central component of scientific work as rarely any research is conducted nowadays that does not rely on software.“

Das Helmholtz Open Science Office hat am 07. April 2022 ein zweites Forum zum Thema Forschungssoftware organisiert, in dessen Rahmen auch das Thema „Software-Policies“ zentral diskutiert wurde. Eine Dokumentation dieser Veranstaltung wird zeitnah verfügbar gemacht.

12. Rückblick: RDA DE Tagung 2022

Die RDA DE Tagung 2022 der Research Data Alliance Deutschland, die dieses Jahr vom 21. bis 25. Februar stattfand, bot eine Plattform für spannende Sessions und interessante Diskussionen. Als Mitveranstalter der Tagung freute sich das Helmholtz Open Science Office über mehr als 400 Teilnehmner:innen und die rege Beteiligung am gemeinsamen Austausch. Neben diversen Vorträgen von Vertreter:innen aus der (inter-)nationalen Forschungsdaten-Community gab es auch aus der Helmholtz-Gemeinschaft in diesem Jahr wieder viele anregende Beiträge, u. a. zu den Themen EcoDM, Provenance Monitoring and Management, Publikationsinfrastrukturen für eine datenzentrierte Forschung, reproduzierbare Wissenschaft und Data Publishing Best Practices. Folien und weitere begleitende Materialien zu den Veranstaltungen stehen über die Veranstaltungsseite zum Nachlesen bereit (s. Unterseiten).

Save-the-Date! Wir freuen uns, Sie vom 13. bis 17. Februar 2023 zur nächsten RDA Deutschland Tagung 2023 wieder begrüßen zu dürfen. Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit verfügbar gemacht.

13. Rückblick: Helmholtz Open Science Praxisforum Forschungsdatenmanagement

Zum Austausch von Best Practices aus den Zentren und zur Förderung des Forschungsdatenmanagements (FDM) sowie der FDM-Community in Helmholtz veranstaltete das Helmholtz Open Science Office am 03. Februar 2022 das erste Helmholtz Open Science Praxisforum Forschungsdatenmanagement. In diesem Helmholtz-internen Forum wurden exemplarisch verschiedene Herangehensweisen aus den Zentren zur Organisation des FDM vorgestellt. Darüber hinaus standen konkrete Serviceangebote zu FDM im Mittelpunkt. Außerdem wurde die Vernetzung mit externen Agierenden beleuchtet, z. B. im Rahmen der NFDI, EOSC oder RDA. Das Helmholtz Open Science Office wird den Dialog zum Thema FDM innerhalb der Gemeinschaft weiterhin aktiv fördern, u. a. im Rahmen einer Folgeveranstaltung.

Die ausführliche Dokumentation des Forums ist nun via Download verfügbar: https://doi.org/10.48440/os.helmholtz.044

14. Save-the-Date: Helmholtz Open Science Forum zu Open Science und Transfer

Am 12. Mai 2022 veranstaltet das Helmholtz Open Science Office ein Helmholtz Open Science Forum zum Thema Open Science und Transfer. Die virtuelle Veranstaltung wird sich verschiedenen Aspekten und Fragestellungen rund um das Zusammenspiel von Open Science, Technologietransfer und Wissenstransfer in der Helmholtz-Gemeinschaft widmen. Das virtuelle Forum richtet sich an alle Mitarbeitenden von Helmholtz; die Anmeldung ist kostenfrei und die Anzahl der Teilnehmenden wird nicht begrenzt. Die Veranstaltung findet mehrheitlich in deutscher Sprache statt. Fragen und Diskussionen sind natürlich auch in englischer Sprache möglich. Das Programm und weitere Informationen sind hier einsehbar. Eine Registrierung über Zoom ist bereits möglich.

15. Breite Beteiligung des Helmholtz Open Science Office auf dem 8. Bibliothekskongress

Das Helmholtz Open Science Office ist in diesem Jahr mit mehreren Beiträgen auf dem 8. Bibliothekskongress, der zugleich der 110. Deutsche Bibliothekartag ist, vertreten.

In der Session „Daten und Normdaten“ am Dienstag, den 31. Mai 2022, von 15:30 bis 16:00 Uhr, widmen sich Antonia Schrader und ihre Kolleg:innen aus dem Projekt ORCID DE in ihrem Vortrag dem Thema „Vernetzte und offene Wissenschaft: PIDs für Open Science“, indem sie die zentrale Rolle von Persistent Identifiers (PID) beim Kulturwandel hin zu Open Science aufzeigen.

Zum Abschluss der Förderphase des Projekts EcoDM werden auf dem Kongress am Donnerstag, den 02. Juni 2022, von 15:30 bis 16:00 Uhr, Handlungsempfehlungen vorgestellt. Die Empfehlungen, an denen Christoph Bruch und Janina Richter mitgewirkt haben, sollen dabei helfen, die Potenziale, welche durch das rasante Wachstum digital erzeugter Daten entstehen, systematisch im Interesse von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zu nutzen.

Im Rahmen der Projekte re3data COREF und open.access-network, an denen Nina Weisweiler und Paul Schultze-Motel vom Helmholtz Open Science Office mitwirken, werden praktische Workshops angeboten:

Am 31. Mai 2022, von 09:00 bis 10:30 Uhr, wird in einem Hands-on Lab aufgezeigt, wie Einträge für Forschungsdatenrepositorien im Nachweissystem re3data erstellt, bearbeitet, durchsucht und nachgenutzt werden können.  

Im Hands-On Lab „Open Access: Fördermöglichkeiten für eine offene Wissenschaft“ am 01. Juni 2022, von 09:00 bis 11:00, erwartet die Teilnehmenden ein Überblick über aktuelle Open-Access-Fördermöglichkeiten und hilfreiche Hinweise für die Einwerbung von Open-Access-Publikationskosten. 

Der 8. Bibliothekskongress wird in diesem Jahr vom 31. Mai bis 02. Juni 2022 im Congress Center Leipzig stattfinden und wird von Bibliothek und Information Deutschland (BID), der Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheks- und Informationsverbände e.V., veranstaltet.

Literaturhinweise

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Boltze, J., Höllerl, A., Kuberek, M., Lohrum, S., Pampel, H., Putnings, M., Retter, R., Rusch, B., Schäffler, H., & Söllner, K. (2022). DeepGreen. Eine Infrastruktur für die Open-Access-Transformation. o-bib - das offene Bibliotheksjournal, 9(1), 1–13. https://doi.org/10.5282/o-bib/5764

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Susi, T., Heintz, M., Hnatkova, E., Koch, W., Leptin, M., Andler, M., Masia, M., & Garfinkel, M. (2022). Centrality of researchers in reforming research assessment. Initiative for Science in Europe. https://initiative-se.eu/wp-content/uploads/2022/03/2022-03-16_ise_report_online_final.pdf

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Der Helmholtz Open Science Newsletter wird vom Helmholtz Open Science Office herausgegeben.

Redaktion: Roland Bertelmann, Christoph Bruch, Lea Maria Ferguson, Heinz Pampel, Antonia C. Schrader, Paul Schultze-Motel und Nina Weisweiler


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