Open Access

Die Helmholtz-Gemeinschaft gehört zu den erstunterzeichnenden Wissenschaftsorganisationen der „Berliner Erklärung über den freien Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ aus dem Jahr 2003. Dieses Dokument ist der Ausgangspunkt für die Open-Science-Aktivitäten der Helmholtz-Gemeinschaft. 

Im Bereich Open Access steht für das Helmholtz Open Science Office die Förderung der Transformation von Subskription hin zu Open Access im Fokus der Arbeit. 

Die Helmholtz-Gemeinschaft verfügt über eine verteilte Repositorien-Infrastruktur, die die Zentren im Rahmen ihres Publikationsmanagements zur Förderung von Open Access (z. B. durch die Zugänglichmachung von Zweitveröffentlichungen und originären Open Access-Publikationen) betreiben. Zur Förderung von Open Access haben die Zentren Konsortialverträge mit Verlagen rund um den Umgang mit Open-Access-Publikationsgebühren abgeschlossen. 

Überdies beteiligt sich die Helmholtz-Gemeinschaft an internationalen Konsortien wie SCOAP3. Auch sind Helmholtz-Zentren eigenverlegerisch tätig und betreiben eigene Open-Access-Verlage. Weiterhin ist die Helmholtz-Gemeinschaft Partner im international beachteten DEAL-Vorhaben der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen und unterstützt die internationalen Initiative OA2020 zur Förderung der Open-Access-Transformation. 

Die Open-Access-Quote der Helmholtz-Zentren wird jährlich vom Helmholtz Open Science Office erhoben und ist Teil helmholtzinterner Kennzahlen und beträgt Helmholtz-weit für das Publikationsjahr 2018 bereits 60 %.

Folgende Leitlinien bilden den Policy-Rahmen für die Umsetzung von Open Access in der Helmholtz-Gemeinschaft:

 

Beschluss zur Umsetzung der „Berliner Erklärung“, 2004

Im Jahr 2004 verabschiedete die Mitgliederversammlung der Helmholtz-Gemeinschaft als erste Wissenschaftsorganisation in Deutschland eine Open-Access-Richtlinie. Diese lautet: „Publikationen aus der Helmholtz-Gemeinschaft sollen künftig ohne Ausnahme kostenlos zugänglich sein, soweit nicht ausdrückliche Vereinbarungen mit Verlagen und anderen dem entgegenstehen.“

 

Open-Access-Richtlinie des Impuls- und Vernetzungsfonds, 2013

Seit 2013 gilt für Mittelempfänger*innen des „Impuls- und Vernetzungsfonds“ der Helmholtz-Gemeinschaft die Verpflichtung, Veröffentlichungen, die in geförderten Projekten entstehen, frei zugänglich machen. Der Impuls- und Vernetzungsfonds ist eines der zentralen finanziellen Förderinstrumente der Helmholtz-Gemeinschaft. Mehr…

 

Open-Access-Richtlinie der Helmholtz-Gemeinschaft, 2016

Im Jahr 2016 hat die Mitgliederversammlung der Helmholtz-Gemeinschaft eine allgemeine Open-Access-Richtlinie konkretisiert. Diese bietet den Helmholtz-Zentren einen Handlungsrahmen für den koordinierten Transformationsprozess hin zu Open Access. Mehr...

 

Umsetzung von Open Access in der Helmholtz-Gemeinschaft 

Open Access wird über Open Access Green und Open Access Gold umgesetzt. In der Helmholtz-Gemeinschaft werden beide Strategien gleichberechtigt verfolgt. Die Helmholtz-Zentren sind in vielfältigen Projekten zur Förderung von Open Access auf nationaler und internationaler Eben aktiv. So wird z. B. am Forschungszentrum Jülich der nationale Open-Access-Monitor betrieben. 

Die Förderung von Open Access wird auch über die Mitarbeit des Helmholtz Open Science Office in Drittmittelprojekten wie z. B. open-access.network oder in der Schwerpunktinitaitve “Digtale Information” der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen verfolgt.