114. Helmholtz Open Science Newsletter

Ausgabe vom 29. April 2026

1. Eine neue Ära für Open Research Europe: Deutschland beteiligt sich an Europäischer Allianz für kostenfreies Open-Access-Publizieren

Die Open-Access-Publikationsplattform Open Research Europe (ORE), die bisher nur für Publikationen aus den EU-Forschungsrahmenprogrammen offen stand, wird ausgebaut und ab diesem Jahr von einem Verbund von Forschungs- und Förderorganisationen aus elf europäischen Ländern getragen, darunter auch Deutschland. Damit ist verbunden, dass alle Wissenschaftler:innen, die an deutschen Forschungseinrichtungen tätig sind, die Plattform voraussichtlich ab Herbst 2026 kostenfrei nutzen können. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ist für Deutschland Vertragspartner im Verbund, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) übernimmt die Durchführung auf nationaler Ebene. Die technische Betreuung von ORE wird in Zukunft vom CERN übernommen, das über umfangreiche Erfahrung mit solchen Infrastrukturen verfügt (bspw. Zenodo). ORE operiert weiterhin nach dem „Publish-Review-Curate-Mechanismus“, bei dem Artikel zuerst eine Integritätsprüfung durchlaufen und dann offen im Peer-Review-Verfahren begutachtet werden. Weitere Informationen gibt es in Pressemitteilungen und Artikeln der DFG, dem CERN sowie direkt bei ORE. Zudem ist die neue Webseite von ORE bereits verfügbar.

Das Helmholtz Open Science Office richtet am 07. Mai eine Veranstaltung zum Thema Diamond Open Access at Helmholtz and beyond aus, auf dem unter anderen Beiträgen Victoria Tsoukala (Europäische Kommission) und Kamran Naim (CERN Open Science) zu Open Research Europe berichten. Melden Sie sich gerne hier zu dem Event an.

2. Bundesverfassungsgericht: Zweitveröffentlichungspflicht im baden-württembergischen Hochschulgesetz nichtig

Das Bundesverfassungsgericht hat die Zweitveröffentlichungspflicht im baden-württembergischen Hochschulgesetz für nichtig erklärt. Damit fehlt der landesrechtlichen Regelung die verfassungsrechtliche Grundlage, die es Hochschulen erlauben sollte, wissenschaftliches Personal per Satzung zu einer verpflichtenden Zweitveröffentlichung anzuhalten. Die nun für nichtig erklärte Regelung wurde im Jahr 2014 vom Bundesland Baden-Württemberg im Landeshochschulgesetz eingeführt mit der Absicht, den baden-württembergischen Hochschulen eine Umsetzungsverpflichtung des ein Jahr zuvor auf Bundesebene eingeführten Zweitveröffentlichungsrechts (§ 38 Abs. 4 UrhG) zu ermöglichen. Als bisher einzige Hochschule setzte die Universität Konstanz im Jahr 2015 die Möglichkeit in einer hochschuleigenen Satzung um. Dagegen gab es Widerstand: 16 Professor:innen der Universität (größtenteils aus der juristischen Fakultät) gingen dagegen vor, zunächst 2016 universitätsintern und 2017 mit einer sogenannten Normenkontrollklage gegen die Satzung beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg. Aufgrund der übergeordneten verfassungsrechtlichen sowie urheberrechtlichen – und damit bundesgesetzlichen – Relevanz reichte der Verwaltungsgerichtshof den Fall zur Entscheidung nach oben an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe weiter. Dort war das Verfahren seit 2018 offen – bis zur jetzigen Entscheidung.

3. Neue Studie unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung von Open Science

Eine aktuelle Studie der Technopolis Group im Auftrag von PLOS zeigt auf, wo im Open-Science-Ökosystem wirtschaftlicher Mehrwert entsteht und welche Bedingungen für dessen Erfolg notwendig sind. Der Bericht skizziert sechs zentrale Erkenntnisse, die belegen, wie Offenheit als Motor für Produktivität fungiert:

  • Wiederverwendung im großen Stil: Open Science bringt signifikante wirtschaftliche Vorteile, mit einem potenziellen Anstieg des langfristigen BIP um 2%, wenn Forschungsergebnisse wie Daten und Code gezielt für eine breite Nachnutzung konzipiert sind.

  • Effizienzgewinne: Die unmittelbarsten Vorteile ergeben sich durch verkürzte Forschungszyklen und die Vermeidung von Doppelarbeit, ermöglicht durch gemeinsame Standards und Infrastrukturen.

  • Innovationen: Offene Infrastrukturen wirken als Katalysatoren für Innovationen und erzeugen „Spillover“-Effekte (Wissenstransfer) in Sektoren weit über den ursprünglichen Forschungskontext hinaus.

  • Netzwerkeffekte: Der Wert offener Ressourcen potenziert sich mit der Zeit; je mehr Forschende geteilte Workflows nutzen und dazu beitragen, desto größer wird der kumulative Nutzen für das gesamte System.

  • Ungleiche Kostenverteilung: Ein Hindernis für die Skalierung bleibt das Ungleichgewicht zwischen jenen, welche die Kosten tragen (v. a. Forschende und Bibliotheken), und jenen, die den breiten gesellschaftlichen Nutzen daraus ziehen.

  • Systematische Unterschätzung: Aktuelle Messmethoden erfassen nur einen Bruchteil des geschaffenen Wertes. Diese Unterschätzung führt oft zu Unterinvestitionen in Aktivitäten mit hohen langfristigen Erträgen.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Anerkennung vielfältiger Forschungsbeiträge über klassische Artikel hinaus sowie der Abbau struktureller Hürden essenziell für eine nachhaltige und wirkungsvolle Forschungslandschaft sind. Weitere Details, eine Zusammenfassung sowie der vollständige Bericht sind auf der Website von PLOS verfügbar.

4. Forschungsbewertung bei Helmholtz: Erkenntnisse aus einer zentrenübergreifenden Umfrage

Zur Unterstützung der Reformen im Bereich der Forschungsbewertung haben das Helmholtz Open Science Office und der Helmholtz-Arbeitskreis Open Science im März 2025 die zentrenübergreifende Task Group Research Assessment ins Leben gerufen. Diese Bottom-up-Initiative zielt darauf ab, Forschende und Führungskräfte über nationale und internationale Entwicklungen der Forschungsbewertung zu informieren, laufende Reformaktivitäten innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft sichtbarer zu machen und ein Austauschformat zur Entwicklung neuer qualitätsorientierter Bewertungsansätze und Instrumente zu bieten. Um diese Ziele mit empirischen Erkenntnissen zu untermauern, führte die Task Group eine kurze, zentrenübergreifende Umfrage unter Helmholtz-Forschenden und forschungsnahen Mitarbeiter:innen durch.

Die Umfrage zielte darauf ab, die aktuellen Wahrnehmungen von Forschungsbewertungspraktiken und zukünftige Prioritäten für Bewertungskriterien zu ermitteln. Als anonymer, zentrenübergreifender Fragebogen durchgeführt, sammelte sie umfangreiche Rückmeldungen von Forschenden und wissenschaftlich tätigen Mitarbeiter:innen aus der gesamten Helmholtz-Gemeinschaft.

Die Ergebnisse deuten auf ein gemeinsames Interesse an einer Hinwendung zu stärker wertorientierten Bewertungsansätzen hin, wobei jedoch deutliche Unterschiede zwischen den Disziplinen und Karrierestufen bestehen. Insgesamt liefern die Ergebnisse nützliche Erkenntnisse für laufende Reformbemühungen, wie beispielsweise die Entwicklung modularer Lebenslaufformate, überarbeiteter Bewertungsrichtlinien und Umsetzungsstrategien auf Zentrumsebene innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft, und tragen zu breiteren internationalen Diskussionen über die Zukunft der Forschungsbewertung bei, darunter Initiativen wie die „Coalition for Advancing Research Assessment“ (CoARA). Der Datensatz und ein begleitendes Datenpapier sind öffentlich zugänglich.

Die Aktivitäten der Helmholtz-Gemeinschaft stehen auch im Einklang mit breiteren internationalen Debatten über den Übergang „von Metriken zu Bedeutung“ in der Forschungsbewertung. Weitere Einblicke bietet ein aktuelles Interview mit Mathijs Vleugel bei OpenAIRE.

5. DFG-Richtlinien zu KI-Nutzung in der Begutachtung

Die DFG hat ihre Richtlinien zur Verwendung von KI in der Begutachtung aktualisiert. In einer früheren Stellungnahme aus dem Jahr 2023 wurde die Verwendung von KI bei der Erstellung von Förderanträgen (unter Bedingungen wie z.B. Transparenz zu Art und Weise der Nutzung) erlaubt, bei der Erstellung von Gutachten allerdings ausgeschlossen.

In einem neuen Beschluss Ende 2025 wird die Nutzung von KI in Gutachten unter Auflagen nun auch erlaubt. Betont wird, dass KI dabei nur in unterstützender Funktion zugelassen ist. Die Voraussetzungen sind dabei: Vertraulichkeit, d.h. die Sicherstellung, dass die Inhalte des Antrags nicht dauerhaft im KI-System gespeichert werden, Transparenz (Offenlegung der Nutzung), Qualitätssicherung und die Tatsache, dass die Verantwortung für die Inhalte weiterhin bei den Gutachter:innen liegt. Diese Leitlinien sind hier zu finden.

Die neuen Regelungen traten am 16.04.2026 in Kraft. In einem Whitepaper werden die neueren Entwicklungen eingeordnet und begründet. 

6. Standards für Datennutzung von KI-Modellen: CC Signals und RSL

Große KI-Modelle werden zum Großteil auf offenen Inhalten des Webs trainiert. Bestehende Methoden, mit denen Urheber:innen sicherstellen können, dass ihre Werke in ihrem Sinne verwendet werden, stoßen dabei an ihre Grenzen. Es gibt verschiedene Initiativen, die auf diese Entwicklungen reagieren wollen. An einer gemeinsamen technischen Grundlage arbeitet die IETF (Internet Engineering Task Force), die Organisation hinter zentralen Internet-Standards wie HTTP und robots.txt. Ihre Anfang 2025 gegründete Arbeitsgruppe „AI Preferences" (AIPREF) entwickelt ein standardisiertes Vokabular, mit dem Webseitenbetreiber maschinenlesbar mitteilen können, ob und wie ihre Inhalte von KI-Systemen genutzt werden dürfen. AIPREF definiert dabei bewusst nur die Sprache, nicht die Durchsetzung oder Vergütung. An dieses Vokabular knüpfen zwei verschiedene Ansätze an. Einer davon ist CC Signals, das im Juni 2025 von Creative Commons vorgestellt wurde. CC Signals sollen es Urheber:innen erlauben, differenzierte Präferenzen zur Maschinennutzung ihrer Werke zu signalisieren. Bisher gibt es vier Signale: Credit, Direct Contribution, Ecosystem Contribution („monetary or in-kind support to the Declaring Party“ oder „the ecosystem“) und Open (Bedingung, dass das nutzende KI-Modell offen ist). Allerdings verstehen sich die CC Signals eher als „sozialer Vertrag“ und sind in vielen Fällen nicht rechtlich bindend.

Ein weiterer Ansatz ist Really Simple Licensing (RSL). Hinter dem Standard steht eine Koalition großer Verlage und inzwischen über 1.500 weitere Medienunternehmen. Im Dezember 2025 wurde die Spezifikation RSL 1.0 veröffentlicht, die regulieren soll, wie Inhalte von Bots verwendet werden sollen. In Erweiterung des Ja/Nein-Ansatzes von robots.txt teilt RSL u.a. auch Nutzungs- und Kompensationsbedingungen mit. 

Offen bleibt allerdings, wie wirksam die Umsetzung dieser Ansätze sein wird, vor allem in Bezug auf die dominierenden KI-Unternehmen.

7. PID4NFDI: Aktuelle Entwicklungen

Im Rahmen der laufenden Integrationsphase treibt PID4NFDI derzeit verschiedene community-orientierte Aktivitäten voran, um sein Portfolio bis zum Jahresende weiter zu verfeinern. Forschende und Datenmanager:innen sind herzlich eingeladen, bis Ende April an zwei Nutzerstudien teilzunehmen, um das PID-Auswahltool sowie die föderierte Suche für Instrumente-PIDs zu verbessern. 

Zudem bittet das Projekkteam um Feedback aus der Community zum „DataCite linked-data schema namespace“, der stabile Identifikatoren (IRIs) einführt, um die Interoperabilität von Metadaten zu erhöhen. Diese praktischen Bemühungen werden durch neue Publikationen ergänzt, darunter ein Leitfaden für Metadaten von Instrumente-PIDs sowie ein Bericht über die Implementierung von PIDs in Workflows für Datenmanagementpläne (DMPs) und elektronische Laborbücher (ELNs). Letzteres wird nun in gemeinsamen Inkubator-Projekten mit dem Basisdienst Terminology Services 4 NFDI (TS4NFDI) weitergeführt. 

Zusätzlich findet am 4. Juni 2026 ein Community-Workshop zu IGSN-Anwendungsfällen statt, um praktische Erfahrungen mit der Identifizierung von Proben in der NFDI zu diskutieren. Um am Online-Workshop teilzunehmen, ist eine Registrierung hier erforderlich. 

PID4NFDI wird als Basisdienst für die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) entwickelt und durch Base4NFDI gefördert. Um die langfristige Wirkung dieser Bemühungen zu sichern, hat das Projekt die Förderung für seine dritte und letzte Phase (Ramp-up) beantragt, die darauf abzielt, diese Entwicklungen in nachhaltige und zuverlässige Dienste für Forschende aller Fachdisziplinen zu überführen.

8. Monitoring von Open Science: Einblicke aus EOSC-Track zu offener Forschungssoftware

EOSC Track ist ein von Horizon Europe gefördertes Projekt, das die Umsetzung von Open Science in Europa beobachtet. Zu diesem Zweck soll das EOSC Open Science Observatory zu einem umfassenden, benutzerfreundlichen Instrument für politische Entscheidungsträger:innen weiterentwickelt werden. Das Dashboard bietet übersichtliche Analysen zu Themenbereichen wie Publikationen, offene Daten, Datenmanagement, offene Software oder persistente Identifikatoren. Aktuelle Analysen des Dashboards zeigen unter anderem, dass 32 % der EU-Länder über Richtlinien zur Unterstützung von Open Software verfügen – ein Wert, der deutliches Wachstumspotenzial aufzeigt. 

Innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft wird dieses Thema bereits aktiv vorangetrieben. Derzeit verfügen sieben Helmholtz-Zentren über öffentlich zugängliche Software-Policies. Das Helmholtz Open Science Office begleitet diese Prozesse gezielt, um Open Research Software als eigenständigen und wertvollen Forschungsoutput sichtbarer zu machen und die Qualitätssicherung systematisch zu fördern. Passend dazu wird das OS Office am 3. Juni beim ersten Research Software Day für Berlin und Brandenburg mit dem Vortrag „Unveiling the Iceberg: Enhancing the Quality and Visibility of Research Software at Helmholtz“ vertreten sein, um Wege zur Steigerung der Qualität und Anerkennung wissenschaftlicher Software aufzuzeigen.

9. Mehr Einrichtungen kündigen Abonnements für Zitationsdatenbanken aufgrund Open-Science-Engagement und steigender Kosten

Immer mehr wissenschaftliche Einrichtungen kündigen ihre Abonnements für bedeutende Zitationsdatenbanken, aufgrund knapper werdender Budgets und einer Neubewertung des Nutzens dieser Dienste. Zuletzt haben mehrere Universitäten angekündigt, ihre Abonnements für Web of Science, Scopus oder beide Dienste zu beenden, mit Verweis auf steigende Kosten und ihrem Bekenntnis zu offenen Forschungsinformationen. Letzteres steht oft im Zusammenhang damit, dass die Einrichtungen die Barcelona-Erklärung zu offenen Forschungsinformationen unterzeichnet haben, mit der Verpflichtung, Offenheit zur Norm für die von ihnen genutzten Forschungsinformationen zu machen. Die Sorbonne-Universität und das Nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) in Frankreich gehörten zu den ersten Einrichtungen nach der Veröffentlichung der Barcelona-Erklärung, die diese Gründe öffentlich anführten und ihre Abonnements für Web of Science (Sorbonne) bzw. Scopus und Web of Science (CNRS) kündigten. Mehrere niederländische Universitäten folgten Ende 2025 und kündigten ihre Abonnements für Web of Science (Universität Utrecht, Vrije Universiteit Amsterdam, Universität Twente), während sie jedoch ihre Abonnements für Scopus beibehielten. Nachdem der Verband der niederländischen Universitäten kürzlich die Barcelona-Erklärung unterzeichnet hat, dürfte sich dieser Prozess fortsetzen.

Es ist offensichtlich, dass solche Entscheidungen mit den Bestrebungen vieler Einrichtungen übereinstimmen, schrittweise auf kostenfreie bibliografische Tools umzusteigen, die besser mit ihren Bemühungen um offene Wissenschaft im Einklang stehen. Angesichts des Drucks, Ressourcen zu priorisieren, sowie der Überlappungen bei Forschungsinformationsprodukten deutet dieser Trend zudem darauf hin, dass es Einrichtungen oft nicht mehr für notwendig erachten, mehrere Dienste zu abonnieren, wenn ein einziger Dienst einen Großteil der gleichen Informationen abdeckt. Diese finanziellen Überlegungen führten kürzlich zu ähnlichen Maßnahmen an der West Virginia University und an der Universität Jyväskylä, die beide Prüfungen und Vergleiche hinsichtlich Kosten, Nutzung und Abdeckung durchführten – wobei Web of Science dabei den Kürzeren zog. Unter diesen Umständen wenden sich Institutionen zunehmend kostenlosen und offenen Forschungsinformationsquellen wie OpenAlex oder OpenAIRE zu, die oft sogar erhebliche Vorteile hinsichtlich Abdeckung und Analysemöglichkeiten bieten und täglich besser werden.

10. In eigener Sache: Hands-on-Labs und Vorträge auf der BiblioCon 2026

Das Helmholtz Open Science Office ist mit Beiträgen zu verschiedenen Themen und im Kontext mehrerer Projekte und Arbeitsgruppen auf der BiblioCon 2026 vom 19. bis 22. Mai in Berlin vertreten. Am ersten Tag können Interessierte beim Hands-on-Lab „Von der Theorie zur Praxis: DINI-Zertifizierung zum Mitmachen“ praxisnahe Einblicke in das neuste DINI-Zertifikat für Open-Access-Publikationsdienste und den Zertifizierungsprozess gewinnen sowie außerdem bei einem Hands-on-Lab zu (urheber-)rechtlichen Fragen bei Open Access und Open Research eigene Rechtsfragen aus der Praxis mitbringen und neue kennenlernen (um vorherige Anmeldung wird gebeten). Außerdem gibt ein Vortrag aus dem Projekt OA Datenpraxis einen Überblick über internationale Open-Access-Dashboards. Am zweiten Tag werden wir in einem Vortrag zu Reformen der Forschungsbewertung aktuelle Ansätze und Perspektiven aus der Helmholtz-Gemeinschaft vorstellen. Auch das Projekt OA Datenpraxis ist wieder vertreten mit einem Hands-on-Lab zum Erfassen vom Publikationsaufkommen mit offenen Datenquellen. Am dritten Tag sind wir mit gleich drei Vorträgen vertreten: zu Szenarien für die Open-Access-Transformation aus dem Projekt Open Access Szenarienanalysen (OASA), zu offenen Forschungsinformationen im Lichte von Datensouveränität und fairer Forschungsbewertung, sowie zu persistenten Identifikatoren und der PID-Roadmap für Deutschland aus dem Projekt PID Network Deutschland.

Save the Dates

  • 04. bis 06. Mai 2026, München

    Diese Konferenz bringt in München Wissenschaftler:innen, Aktivist:innen und politische Entscheidungsträger:innen zusammen, um über die Zukunft der offenen Forschung zu…

  • 7. Mai 2026, 10:00 bis 13:00 Uhr

    72. Helmholtz Open Science Online Seminar: Putting Publishing Back Into the Hands of the Scientific Community – Diamond Open Access at Helmholtz and Beyond

  • 19. bis 22. Mai 2026, Berlin

    Der Kongress findet unter dem Motto „Analog trifft Algorithmus“ statt.

  • 3. Juni 2026, 9:00 bis 17:00 Uhr, Berlin

    Der Research Software Day ist eine gemeinsame Veranstaltung von BUA, de-RSE und dem Excellenz-Cluster „Matters of Activity“.

  • 04. Juni 2026, 10 bis  13 Uhr, Online

    PID4NFDI lädt zu einem Online-Workshop zu IGSN-Anwendungsfällen ein und um über die Verwendung von PIDs für physische Objekte zu diskutieren.

  • 04. bis 06. November 2026, Dresden

    HiRSE, HIFIS und HIDA veranstalten nun gemeinsam mit dem OS Office und der Helmholtz-Geschäftsstelle die zweite Ausgabe des dreitägigen „Helmholtz…

Literaturempfehlungen

Bobrov, E., Broadhurst, R., Byers, N., Erdmann, C., Genova, F., Hellström, M., Kemp, J., Puebla, I., & FORCE11 Data Usage Typologies Working Group. (2026). Typology of Data Uses: An output of the FORCE11 Data Usage Typologies Working Group. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.19184004  

Chiarelli, A., Fraser, K., & Pinfield, S. (2026). Charting new paths: the promise of alternative publishing practices. Knowledge Exchange. https://doi.org/10.5281/zenodo.17733624  

Frank, M., Miller, B., Vosskuhl, J., Zänkert, S., Heßelmann, F. & Jolliffe, J. (2026). Error needs culture! Exploring the relationship between error culture and openness. Royal Society Open Science, 13(2), 242233. https://doi.org/10.1098/rsos.242233  

Ganz, K. (2026). Digitale Souveränität. Zur politischen Dimension von Publikationsinfrastrukturen in der Hand der Wissenschaft. Kommunikation@Gesellschaft, 26(1). https://doi.org/10.15460/kommges.2025.26.1.1627  

Nicholas, D., Abrizah, A., Herman, E., Revez, J., Akeroyd, J., Rodríguez‐Bravo, B., Swigon, M., Clark, D., & Polezhaeva, T. (2026). Scholarly Communications in 2025: An Aerial Evaluation of a System Challenged by AI and Much More. Learned Publishing, 39(2), e2056. https://doi.org/10.1002/leap.2056

Sever, R., Hindle, S., Roeder, T., Fereres, S., Gayol, O. F., Ghosh, S., Onori, M. P., Croushore, E., Black, K.-J., Sussman, L., Argentine, J., Manos, W., Muñoz, M., Sinanan, J., Teal, T. K., & Inglis, J. R. (2026). bioRxiv: the preprint server for biology (Version 2). bioRxiv. https://doi.org/10.1101/833400

Taubert, N. (2026). Research on Diamond Open Access in the long shadow of science policy. Publications, 14(1). https://doi.org/10.3390/publications14010020  

Authored by the Task Group Helmholtz Quality Indicators for Data and Software Products of the Working Group Open Science and the Helmholtz Open Science Office (2026): A Framework for Assessing Research Data and Software Publications The Helmholtz Quality Indicators: Status report of the Task Group Helmholtz Quality Indicators for Data and Software Products of the Working Group Open Science and the Helmholtz Open Science Office, Potsdam : Helmholtz Open Science Office.
https://doi.org/10.48440/OS.HELMHOLTZ.085   

Wise, A., Halevi, G., Jago, D., Estelle, L., Laakso, M., Snijder, R., & Barnes-Wise, T. (2026). Small European publishers and the transition to open access publishing: a 2025 snapshot. Knowledge Exchange. https://doi.org/10.5281/zenodo.17950438 

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