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Die Ausgaben 1-47 des Newsletters finden Sie im Archiv.

Helmholtz Open Access Newsletter vom 27.03.2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dies ist der 48. Helmholtz Open Access Newsletter, herausgegeben vom Helmholtz Open Access Koordinationsbüro. In diesem Newsletter geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen zum Thema Open Access.

Sie finden den aktuellen Newsletter und das Archiv auf der Website des Helmholtz Open Access Koordinationsbüros.

Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten.

Arbeitskreis Open Access der Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt „Joint Declaration of Data Citation Principles“

Der Arbeitskreis Open Access der Helmholtz-Gemeinschaft hat auf seiner Sitzung am 07.03.2014 beschlossen die „Joint Declaration of Data Citation Principles“ zu unterstützen. Diese Prinzipien wurden von einer selbst organisierten Expertengruppe für Forschungsdaten im Rahmen der Plattform FORCE11 formuliert und haben den Vorteil, dass sie wichtige Grundsätze zur Zitierung von Forschungsdaten kurz und prägnant zusammenfassen.

Der Sprecher des Arbeitskreises, Dr. Hans Pfeiffenberger, sagte dazu: „Mit seiner Unterstützung unterstreicht der Arbeitskreis Open Access die Bedeutung klarer und einfach einhaltbarer Regeln für die Zitierung von Forschungsdaten, die in gleicher Form in verschiedenen Disziplinen anwendbar sind.“

Kristallografie: DESY-Wissenschaftler an neuer Open-Access-Zeitschrift beteiligt

Zur Erinnerung an die Verleihung des Nobelpreises für Physik an Max von Laue „für seine Entdeckung der Beugung von Röntgenstrahlen an Kristallen“ vor 100 Jahren haben die Vereinten Nationen 2014 zum Internationalen Jahr der Kristallografie ausgerufen. Die International Union of Crystallography (IUCr) hat dies zum Anlass für die Gründung einer neuen Open-Access-Zeitschrift genommen, des IUCrJ.

An der neuen Zeitschrift sind zwei Wissenschaftler des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY beteiligt: Prof. Dr. Jochen R. Schneider ist Mitglied des redaktionellen Beirats, Prof. Dr. Henry Chapman ist Mitherausgeber des IUCrJ. „Wir freuen uns, dass die IUCr als wissenschaftliche Gesellschaft mit der neuen Zeitschrift auf Open Access setzt und damit den freien Zugang zu erstklassiger Forschung in der Kristallografie fördert“, sagte Prof. Schneider. Das IUCrJ veröffentlicht wissenschaftliche Beiträge aus den Biowissenschaften, Chemie, Materialwissenschaften und zu Fortschritten bei der Erzeugung und Nutzung von Neutronen- und Synchrotronstrahlung sowie der von Freie-Elektronen-Lasern erzeugten Röntgenstrahlung. Alle Publikationen erscheinen unter der offenen Creative-Commons-Lizenz CC-BY, die eine freie Nachnutzung der Inhalte z. B. für Textmining erlaubt.

Freier Zugang zu Beobachtungsdaten der europäischen Copernicus-Satelliten

Die European Space Agency (ESA) hat angekündigt Beobachtungsdaten des europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus frei zugänglich zu machen. Diese Daten sind für viele wissenschaftliche Disziplinen wie auch für die Wirtschaft von großem Interesse: „These data will dramatically improve the management of the environment, help to understand and mitigate the effects of climate change and ensure civil security,“ heißt es in der Pressemitteilung der ESA. Die Daten werden über verschiedene Portale zugänglich gemacht. Eine zentrale Informationsinfrastruktur wird dabei durch das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in der Helmholtz-Gemeinschaft bereitgestellt.

Copernicus ist eine gemeinsame Initiative der Europäischen Union, der ESA, der Europäischen Organisation für meteorologische Satelliten (EUMETSAT) und deren Mitgliedsstaaten. Basierend auf bereits bestehenden und neuen Erdbeobachtungstechnologien soll Copernicus operationelle Geoinformationsdienste für die Bereiche Umwelt, Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung, humanitäre Hilfe sowie sicherheitsrelevante Themen aufbauen. Auf der Copernicus-Website wird in einer Präsentation die „Copernicus Data Policy“ erläutert.

sciforge – Publikation wissenschaftlicher Software mit persistenten Identifikatoren

Wissenschaftliche Software nimmt einen immer wichtigeren Platz in der Forschung ein. Vor allem in den Naturwissenschaften hängt wissenschaftlicher Fortschritt zunehmend von der Nutzung und Entwicklung von Software und der Kombination verschiedener Softwarekomponenten ab. Die Arbeit mit komplexen Daten kann durch Nutzung unterschiedlicher Versionen und differierender Konfigurationen von Software, Betriebssystem und Hardware zu signifikant anderen Ergebnissen führen. Software und ihre Verwendung beeinflussen dadurch maßgeblich die Qualität der erzielten Forschungsergebnisse und deren Nachvollziehbarkeit.

Darüber hinaus wird Softwareentwicklung bisher kaum als wissenschaftliche Leistung wahrgenommen und anerkannt. In dem DFG-geförderten Projekt sciforge, geleitet vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ, arbeiten deshalb Wissenschaftler aus verschiedenen Forschungsbereichen an einem Konzept zur Veröffentlichung wissenschaftlicher Software. Publikation und Zitierbarkeit wissenschaftlicher Software soll, ähnlich wie bei Datenpublikationen, wissenschaftliche Kriterien erfüllen und mittels definierter Prozesse und unter Nutzung persistenter Identifikatoren (DOI) erfolgen. Dabei werden unter anderem Aspekte wie Qualitätssicherung, Versionierung und Dokumentation, Nachvollziehbarkeit, Reproduzierbarkeit und Wiederverwendbarkeit angesprochen. Auch der freie Zugang sowie das Zusammenspiel von Softwarepublikationen mit Text- und Datenpublikationen sollen berücksichtigt werden.

Weltweit arbeiten auch weitere Akteure an Lösungen für die Publikation wissenschaftlicher Software, die Einfluss auf aktuelle Entwicklungen nehmen. So haben beispielsweise Mozilla Science Lab, GitHub und Figshare vor wenigen Tagen ein gemeinsam erarbeitetes Konzept prototypisch eingeführt, das auf GitHub bereitgestellte Software mit Figshare synchronisiert und mit DOIs versieht.

Martin Hammitzsch

Aktuelle Informationen per Mailingliste und RSS-Feed

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft, die in ihrem Tagesgeschäft mit Open Access und Open Science zu tun haben, können sich ab sofort auch über ein Webformular für die interne Mailingliste oa-pro-helmholtz anmelden. Neben der Information über aktuelle Entwicklungen soll mit der Mailingliste die Diskussion zu praktischen Fragen erleichtert werden. Zielgruppe sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bibliotheken, Rechen- und Datenzentren sowie Personen aus dem Wissenschaftsmanagement.

Für alle internen und externen Interessierten steht auf der Startseite der Helmholtz Open Access Website seit kurzem unter dem Stichwort „Literaturhinweise“ ein RSS-Feed mit Links zu einer Auswahl von aktuellen Zeitungs- und Magazinartikeln, Reports und Blogbeiträgen zu Open Access und Open Science zur Verfügung. Der RSS-Feed wird über die offene Zotero-Gruppe „Helmholtz Open Access“ erzeugt und kann mit einem geeigneten Feedreader abonniert werden.

DataCite, re3data.org und Databib kooperieren

Databib und re3data.org, das Registry of Research Data Repositories, haben bis Ende 2015 die Zusammenführung der beiden Projekte zu einem integrierten Service vereinbart. Ziel des Zusammenschlusses unter der Federführung von DataCite ist es, künftig Doppelarbeit zu vermeiden und die Wissenschaftsgemeinschaft mit einem zentralen und nachhaltigen Nachweisinstrument von Forschungsdaten-Repositorien noch besser zu unterstützen.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt re3data.org wird von den beiden Helmholtz-Zentren Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ und Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität zu Berlin bearbeitet. Das Register re3data.org weist im März 2013 über 900 Daten-Repositorien nach. Davon sind 600 nach einem umfassenden Schema beschrieben.

Störerhaftung: was Betreiber von Repositorien wissen sollten

Betreiber von Websites können, soweit keine Ausnahmetatbestände greifen, für Verletzungen des Urheberrechtes, die durch Veröffentlichungen auf von ihnen verantworteten Websites verursacht werden, zur Verantwortung gezogen werden. Die spezifischen Regelungen finden sich in Abschnitt 3 „Verantwortlichkeit“ des Telemediengesetzes (TMG). In einem Beitrag für den DFN-Infobrief Recht wird eine aktuelle Entscheidung des Bundesgerichtshofes zu dieser Problematik erläutert. Dies ist für Betreiber von Repositorien interessant, weil hier in anschaulicher Weise deutlich wird, wieso die Haftung-ausschließenden Privilegierungen im TMG bei Repositorien nicht greifen.

Klein, F. 2014: Meins oder Deins? DFN-Infobrief Recht 02/2014: 9–12. https://www.dfn.de/fileadmin/3Beratung/Recht/1infobriefearchiv/Infobrief_Recht_2014-02.pdf

Wie könnte ein effektiver Markt für Open-Access-Zeitschriften aussehen?

Der auf Publikationsgebühren basierende Markt für Open-Access-Zeitschriften wächst seit einigen Jahre stark. Dem steht ein entsprechender Anstieg der Nachfrage nach der Finanzierung der Publikationsgebühren gegenüber. Aus Sicht von Wissenschaftsorganisationen stellt sich in dieser Situation die Frage, wie der gewollte Umstieg auf das Publizieren im „Goldenen Weg“ des Open Access bei gleichzeitiger Kostenkontrolle gefördert werden kann. Um Fakten für die Beantwortung sich hieraus ergebender Fragen zu liefern, hat eine Gruppe von Forschungsförderorganisationen eine Studie in Auftrag gegeben, die jetzt erschienen ist.

Der Bericht gliedert sich in zwei Hauptteile. Im ersten Teil werden Informationen zum Zustand und zur Funktionsweise des auf Publikationsgebühren basierenden Marktes für Open-Access-Zeitschriften gegeben. Im zweiten Teil werden eine Reihe von Szenarien durchgespielt, die Forschungsförderern bei der Festlegung von Bedingungen für die Zahlung entsprechender Publikationsgebühren helfen sollen. In dem Bericht wird der Vorschlag gemacht entsprechende Regelungen international abzustimmen. Es kann unterstellt werden, dass dieser Vorschlag auch mit den Auftraggebern der Studie abgestimmt wurde.

Björk, B.-C. & D. Solomon 2014: Developing an effective market for open access article processing charges. London: Wellcome Trust. http://www.wellcome.ac.uk/About-us/Policy/Spotlight-issues/Open-access/Guides/WTP054773.htm

Bibliotheken und Verlage gegen „Double Dipping“ bei Hybrid-Zeitschriften

Der britische Bibliotheksverband Research Libraries UK (RLUK) hat in einer Erklärung jetzt Transparenz und Kostenkontrolle bei Publikationsgebühren in wissenschaftlichen Zeitschriften mit einem Hybrid-Kostenmodell verlangt, also solchen subskriptionsbasierten Zeitschriften, die das „Freikaufen“ einzelner Artikel gegen Zahlung einer Open-Access-Publikationsgebühr anbieten. Ziel ist die Vermeidung von „Double Dipping“, d. h. von versteckten Doppelzahlungen für Inhalte in Hybrid-Zeitschriften durch Subskriptions- und Publikationsgebühren. Preisanpassungen oder Rabatte der Verlage zur Vermeidung von Doppelzahlungen sollten laut RLUK auf der Ebene der einzelnen Institutionen erfolgen.

So hat der wissenschaftliche Springer-Verlag im vergangenen Herbst konkrete Preisanpassungen für die Subskriptionsgebühren seiner Zeitschriften entsprechend dem Anteil an Hybrid-Artikeln („Open Choice“) angekündigt.

Triple Dipping: Elsevier verlangt Geld für den Zugang zu Open-Access-Artikeln eigener Zeitschriften

Bereits vor zwei Jahren wurde der Wissenschaftsverlag Elsevier darauf aufmerksam gemacht, dass er auf seiner Verlagsplattform für den Zugang zu Open-Access-Artikeln, für deren Status dem Verlag bereits Publikationsgebühren bezahlt wurden, teilweise weitere Zahlungen verlangt. Elsevier hat die Vorwürfe als zutreffend bestätigt und erläutert, dass es sich um ein Softwareproblem der Verlagsplattform handele. Open-Access-Artikel werden nicht verlässlich als solche ausgewiesen. Der Skandal ist, dass Elsevier die Vertragsverletzung gegenüber den Partnern, die die Open-Access-Publikationsgebühren bezahlt haben, so gering schätzt, dass der Fehler bis heute nicht behoben wurde. Zwischenzeitlich musste Elsevier einräumen, nicht nur fälschlich Zahlungen verlangt, sondern in bisher elf dokumentierten Fällen entsprechende Zahlungen auch erhalten zu haben. Der Chemiker und Open-Access-Aktivist Peter Murray-Rust hat den Fall zunächst über seinen Blog mehrfach angeprangert und sich in der Sache jetzt über seinen Wahlkreisabgeordneten an den britischen Wissenschaftsminister gewendet und um eine offizielle Untersuchung des Falls gebeten.

PLOS regelt Zugang zu Forschungsdaten

Die Ankündigung des Open-Access-Verlages PLOS, ab März 2014 eine neue Regelung für Forschungsdaten in Publikationen in PLOS-Zeitschriften einzuführen, hat zu einer lebhaften Debatte geführt. Laut der Regelung sollen Autorinnen und Autoren künftig bereits beim Einreichen von Manuskripten angeben, wo die Forschungsdaten zur Verfügung gestellt werden, die der betreffenden Publikation zugrunde liegen. Wie bisher können Daten im Text der Veröffentlichung, in einem Datensupplement oder in einem Datenrepositorium bereitgestellt werden. Ziel der Regelung ist es die Daten für unabhängige Analysen zugänglich und damit die Ergebnisse und die Schlussfolgerungen der Publikation nachvollziehbar zu machen.

Offenbar wurde der Verlag von der unerwartet heftigen Reaktion von Teilen der Wissenschaftsgemeinschaft überrascht. Sehr viele Diskussionsbeiträge auf der PLOS-Website, in Blogs und auf Twitter haben dazu geführt, dass PLOS die Regelung in einem Nachtrag und in einem weiteren Blogbeitrag erläutern musste. In der Debatte geht es unter anderem um die Frage, wem Forschungsdaten „gehören“ und wie sichergestellt wird, dass Datenerzeuger bei einer Nachnutzung ihrer Daten durch andere Wissenschaftler in den daraus entstehenden Publikationen angemessen zitiert und beteiligt werden. Wichtige Punkte der Diskussion wurden in einem Leitartikel der Zeitschrift „Nature“ zusammengefasst.

bioRxiv – ein Preprint-Server für die Biowissenschaften

Nach dem Muster des arXiv, dem seit über 20 Jahren existierenden und von der Cornell University Library betriebenen Preprint-Server für Publikationen aus der Physik und ihren Nachbardisziplinen, hat das Cold Spring Habor Laboratory im November 2013 den Preprint-Server bioRxiv gegründet.

Auf den Server können unpublizierte Preprints aus den Biowissenschaften vorab hochgeladen und in der Wissenschaftsgemeinschaft diskutiert werden, noch bevor sie bei einer wissenschaftlichen Zeitschrift zur Begutachtung eingereicht werden. Beiträge werden einer von 24 Disziplinen von Biochemie bis Zoologie zugeordnet und erhalten einen „Digital Object Identifier“ (DOI). Autorinnen und Autoren behalten die Verwertungsrechte und können für ihren Artikel unter verschiedenen Creative-Commons-Lizenzen wählen. Mit der Einreichung eines Beitrags bei bioRxiv stimmen die Autoren ausdrücklich einer Nutzung durch Textmining zu. Eingereichte Artikel können durch aktualisierte Versionen ergänzt und nachträglich mit einem Link zu dem in einer Zeitschrift publizierten Beitrag versehen werden. Viele Zeitschriften, darunter Nature, Science, eLife und die PLOS-Zeitschriften gestatten vor der Einreichung eines Manuskripts eine Vorabveröffentlichung auf einem Preprint-Server.

USA: neue Open-Access-Richtlinie wird Gesetz

Die Open-Access-Politik der US-amerikanischen Bundesregierung hat die Entwicklung von Open Access international wesentlich beeinflusst. Mit der Open-Access-Verpflichtung der National Institutes of Health (NIH) (Rechtsgrundlage: Division G, Title II, Section 218 of PL 110-161 - Consolidated Appropriations Act, 2008) und dem von ihnen betriebenen Repositorium PubMed Central sowie der Direktive des Office of Science and Technology Policy vom Februar 2013 wurden nicht nur die Zugänglichkeit wissenschaftlicher Publikationen im Forschungsfeld Medizin wesentlich gefördert. Die Open-Access-Verpflichtung der NIH motivierte auch viele weitere Forschungsförderer vergleichbare Regelungen für ihre Förderempfänger im Kraft zu setzen. Diese durch den „Grünen Weg“ dominierte Open-Access-Politik ist in den USA jedoch umstritten. Die Befürworter der Politik können den jüngst beschlossenen „Consolidated Appropriations Act of 2014“ (HR 3547) als Sieg für sich verbuchen. Mit diesem Haushaltsgesetz wird die gesetzliche Verpflichtung zur Sicherstellung der Zugänglichkeit von wissenschaftlichen Publikationen, die auf Forschung mit Förderung durch die US-Bundesregierung beruhen, auf weitere Institutionen ausgeweitet. Eine politische Einordnung gibt unter anderem die Washington Post.

Die Wirkung des „Consolidated Appropriations Act of 2014“ ist durch den Bezug zum Haushalt zeitlich beschränkt. Die Befürworter der Open-Access-Politik der Obama-Regierung unterstützen deshalb den Gesetzentwurf „Fair Access to Science and Technology Research Act - FASTR“ (Senate version, House version, FAQ zu FASTR). Die Gegner dieser Politik setzen ihre Hoffnung auf den konkurrierenden Gesetzesvorschlag Frontiers in Innovation, Research, Science and Technology (FIRST) Act. Mit diesem Gesetz soll die Open-Access-Politik der Obama-Regierung zurückgedreht werden. Kritische Kommentierungen des letzteren Gesetzesvorschlages können hier nachgelesen werden: Scholarly Publishing and Academic Resources Coalition, Creative Commons.

Literaturhinweise: Open Access

Opening science. The evolving guide on how the internet is changing research, collaboration and scholarly publishing. Herausg. von S. Bartling & S. Friesike, 2014. Cham, Heidelberg, New York, Dordrecht & London: Springer. doi:10.1007/978-3-319-00026-8

Pinfield, S. et al. 2014: Open-access repositories worldwide, 2005-2012: past growth, current characteristics and future possibilities. Journal of the American Society for Information Science and Technology (in press). http://eprints.whiterose.ac.uk/76839/

Literaturhinweise: Forschungsdaten

Chan, A.-W. et al. 2014: Increasing value and reducing waste: addressing inaccessible research. The Lancet. doi:10.1016/S0140-6736(13)62296-5

Credit for code. Editorial. Nature Genetics 46: 1. doi:10.1038/ng.2869

Ram, K. 2013: Git can facilitate greater reproducibility and increased transparency in science. Source Code for Biology and Medicine 8: 7. doi:10.1186/1751-0473-8-7

Roche, D.G. et al. 2014: Troubleshooting public data archiving: suggestions to increase participation. PLoS Biology 12: e1001779. doi:10.1371/journal.pbio.1001779

Safe to be open. Study on the protection of research data and recommendations for access and usage. Herausg. von L. Guibault & A. Wiebe, 2013. Göttingen: Universitätsverlag Göttingen. http://webdoc.sub.gwdg.de/univerlag/2013/legalstudy.pdf

Vines, T.H. et al. 2014: The availability of research data declines rapidly with article age. Current Biology 24: 94-97. doi:10.1016/j.cub.2013.11.014

Vizcaíno, J.A. et al. 2014: ProteomeXchange provides globally coordinated proteomics data submission and dissemination. Nature Biotechnology 32: 223–226. doi:10.1038/nbt.2839

Impressum

Der Helmholtz Open Access Newsletter wird vom Helmholtz Open Access Koordinationsbüro herausgegeben.

Redaktion: Dr. Christoph Bruch, Heinz Pampel und Dr. Paul Schultze-Motel

Kontakt: open-access@helmholtz.de

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