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Archiv

Die Ausgaben 1-34 des Newsletters finden Sie im Archiv.

Helmholtz Open Access Newsletter vom 28.10.2010

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dies ist der 35. Helmholtz Open Access Newsletter, herausgegeben vom Helmholtz Open Access Projekt. In diesem Newsletter geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen zum Thema Open Access.

Sie finden den aktuellen Newsletter und das Archiv auf der Website des Helmholtz Open Access Projekts.

Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten.

Verstärkung gesucht

Das Helmholtz Open Access Koordinationsbüro sucht zum 01.01.2011 eine/einen wissenschaftliche/n Mitarbeiterin/Mitarbeiter zur Förderung des Handlungsfeldes „Offener Zugang zu Forschungsdaten“ am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Mitarbeit in den europäischen Forschungsprojekten Opportunities for Data Exchange (ODE) und APARSEN Network of Excellence sowie in der Mitarbeit im Helmholtz Open Access Koordinationsbüro.

Die vollständige Stellenausschreibung finden Sie auf der Website des Alfred-Wegener-Instituts.

 

Repositorien-Workshop: Anmeldung möglich

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI) veranstaltet das Helmholtz Open Access Projekt vom 30.11. bis 01.12.2010 im Erwin Schrödinger-Zentrum des Universitätscampus in Berlin-Adlershof einen Workshop zur strategischen Weiterentwicklung von Repositorien: DINI-/Helmholtz-Workshop „Repositorien – Praxis und Vision“

Neben dem Blick auf den Stand von Repositorien an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen wird das Umfeld der Repositorien beleuchtete. Am ersten Veranstaltungstag werden aktuelle Themen im Rahmen von Vorträgen aufgegriffen. In parallelen Kleingruppen werden am zweiten Veranstaltungstag einzelne Aspekte vertieft.

Programm und Anmeldeformular finden sich auf der DINI-Website.

KIT-Verlag Gründungsmitglied der Association of European University Presses

Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse wurde am 07.10.2010 die „Association of European University Presses“ (AEUP) gegründet. Die AEUP versteht sich als europäisches Netzwerk von Wissenschaftsverlagen mit Anbindung an eine Universität oder Forschungseinrichtung. Die neue Vereinigung soll europaweit die Publikationsaktivitäten in Universitäten und wissenschaftlichen Institutionen vorantreiben und den Wissenstransfer unter den Mitgliedern intensivieren. Bislang waren die Universitätsverlage vieler Länder nur auf nationaler oder regionaler Ebene organisiert, wie beispielsweise die Arbeitsgemeinschaft der Universitätsverlage für Deutschland und das deutschsprachige Ausland in Österreich und Norditalien.

Der Verlag KIT Scientific Publishing des Karlsruher Instituts für Technologie war eines der Gründungsmitglieder der AEUP. Die Verlagsleiterin Regine Tobias übernimmt das Amt der Schriftführerin für die neue Organisation. Der Karlsruher Verlag ist mit 600 Buchpublikationen seit seiner Gründung 2004 einer der größten deutschen institutionseigenen Verlage und stellt alle Buchprodukte parallel zur gedruckten Ausgabe in einer Open-Access-Version frei im Internet zur Verfügung.

 

SCOAP3: weitere Partner

Im Oktober trat das russische Joint Institute for Nuclear Research (JINR) SCOAP3 bei. Damit haben nun 24 Länder ihren Beitritt in das Konsortium erklärt. Bereits 7 Millionen Euro zur Überführung der Kernzeitschriften der Teilchenphysik in Open Access sind zugesagt. Weitere Unterstützung kommt aus der japanischen Physik-Community: Die Japanese High Energy Accelerator Research Organization (KEK) erklärte im Sommer ihre Unterstützung. Darüber hinaus erhielt das CERN in seiner Rolle als Initiator und Koordinator von SCOAP3 im Sommer von SPARC Europe eine Auszeichnung für herausragende Leistungen im Feld der Wissenschaftskommunikation.

In Deutschland wird im Rahmen von SCOAP3-DH die Beteiligung der Hochschulen und weiterer Einrichtungen am internationalen Konsortium, in Kooperation mit der Helmholtz-Gemeinschaft (vertreten durch das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY) und der Max-Planck-Gesellschaft vorbereitet. Koordiniert wird das Projekt von der Technischen Informationsbibliothek (TIB). Im Rahmen der Open-Access-Tage 2010 fand ein Austausch der Akteure aus Deutschland, Österreich und der Schweiz statt.

 

Rückblick: Open-Access-Tage 2010

Vom 4. bis 5. Oktober fanden an der Universität Göttingen die Open-Access-Tage 2010 statt. Bereits zum vierten Mal trafen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Personen aus Infrastruktureinrichtungen und Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz um sich den aktuellen Herausforderungen rund um Open Access zu widmen. Parallel zu den Open-Access-Tagen fand zeitgleich die Open-Access-Messe statt, auf der sich wissenschaftliche Institutionen, Verlage und Projekte mit ihren Open-Access-Aktivitäten präsentierten.

Mehrere Akteure aus der Helmholtz-Gemeinschaft beteiligten sich mit Vorträgen an der Diskussion um die zukünftige Entwicklung von Open Access. Am ersten Veranstaltungstag beleuchtete Heinz Pampel vom Helmholtz Open Access Projekt in der Session „Offener Zugang zu Forschungsdaten“ die Diskussion rund um den zeitgemäßen Umgang mit wissenschaftlichen Daten. Parallel widmete sich Dr. Jens Klump vom Deutschen GeoForschungsZentrum in der Session „Open Access und Open Content“ den Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Open Data und Open Access aus Sicht der Wissenschaft. Weiter stellte Frank Scholze, Direktor der Bibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in einem Vortrag die Open-Access-Strategie des KIT vor. Am zweiten Veranstaltungstag gab Prof. Dr. Rainer Jonas vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI) im Rahmen der Podiumsdiskussion auf dem „Roten Sofa“ spannende Einblicke in die Sicht der Biowissenschaften auf Open Access.

Veranstaltet wurden die Open-Access-Tage 2010 von der Universität Göttingen in Zusammenarbeit mit der Informationsplattform open-access.net, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft sowie der Universität Zürich und der Universität Wien. Die Open-Access-Tage finden einmal jährlich an wechselnden Standorten statt und sind die zentrale Veranstaltung der deutschsprachigen Open-Access-Community.

Alle Folien der Vorträge sind online verfügbar.

 

Rückblick: Internationale Open Access Week 2010

Vom 18. bis 24. Oktober hat die Internationale Open Access Week 2010 an vielen verschiedenen Orten weltweit das Thema Open Access aufgegriffen, um für den freien Zugang zu Wissen und Information zu werben und vor Ort zu informieren. Auch an vielen Helmholtz-Zentren haben verschiedene große und kleine Aktionen zu Open Access stattgefunden.

Als besonderen Beitrag zur Open Access Week hat am Karlsruher Institut für Technologie das Präsidium das KIT die „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ unterzeichnet. Die „Berliner Erklärung“ wurde erstmals im Oktober 2003 von der Helmholtz-Gemeinschaft und weiteren Wissenschaftsorganisationen verabschiedet und gilt als ein Meilenstein der Open-Access-Bewegung. Zusätzlich fanden am KIT im Rahmen der Open Access Week ein Tag der offenen Tür beim Universitätsverlag KIT Scientific Publishing sowie weitere Vorträge und Aktionen statt.

Im Rahmen einer Open-Access-Vortragsreihe am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam stellte Martin Rasmussen, Verlagsleiter von Copernicus Publications, verschiedene innovative Konzepte seines geowissenschaftlichen Open-Access-Verlags vor.

Im Bereich Forschungsdaten war Dr. Hans Pfeiffenberger vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven mit einer Präsentation des Daten-Journals Earth System Science Data bei einer Open-Access-Veranstaltung der Université de Bretagne Occidentale in Brest im Rahmen einer Videoübertragung zugeschaltet.

Last but not least veranstaltete das Koordinationsbüro des Helmholtz Open Access Projekts erstmals ein „Webinar“ für Doktorandinnen und Doktoranden der Helmholtz-Gemeinschaft mit dem Titel „Science is open: an introduction to open access”. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen konnten die Interessenten live über das Internet an der Veranstaltung teilnehmen und Fragen zum Thema Open Access stellen. Auf Initiative von Stefanie Haustein, Doktorandin am Forschungszentrum Jülich (FZJ), wurde das Webinar dort im Public Viewing auf einer Großbildwand der „gegenüber. students' lounge“ in der Zentralbibliothek gezeigt und von zahlreichen Doktorandinnen und Doktoranden des FZJ verfolgt.

Literaturhinweise: Open Access

Gargouri, Y. et al. 2010: Self-selected or mandated, open access increases citation impact for higher quality research. PLoS ONE 5: e13636. doi:10.1371/journal.pone.0013636. „The OA advantage is greater for the more citeable articles, not because of a quality bias from authors self-selecting what to make OA, but because of a quality advantage, from users self-selecting what to use and cite, freed by OA from the constraints of selective accessibility to subscribers only.“

Krempl, S. & J. Kuri 2010: Neue Kontroverse um Online-Publikationsrechte in der Wissenschaft. heise online, 7. Oktober.

 

Literaturhinweise: Forschungsdaten

Sietmann, R. 2010: Zugang zu Forschungsdaten. c't 22/2010, S. 56. http://www.heise.de/ct/inhalt/2010/22/56/

 

Impressum

Der Helmholtz Open Access Newsletter wird vom Helmholtz Open Access Projekt herausgegeben.

Redaktion: Kathrin Gitmans, Heinz Pampel und Dr. Paul Schultze-Motel.

Kontakt: open-access@helmholtz.de

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