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Archiv

Die Ausgaben 1-30 des Newsletters finden Sie im Archiv.

Helmholtz Open Access Newsletter vom 02.03.2010

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dies ist der 31. Helmholtz Open Access Newsletter, herausgegeben vom Helmholtz Open Access Projekt. In diesem Newsletter geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen zum Thema Open Access.

Sie finden den aktuellen Newsletter und das Archiv auf der Website des Helmholtz Open Access Projekts.

Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten.

4. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek

Das Helmholtz Open Access Projekt präsentiert sich in mehreren Veranstaltungen auf dem 4. Leipziger Kongress für Information und Bibliothek (15.-18.03.2010).

In einer vom Helmholtz Open Access Projekt organisierten Session wird am Mittwoch, 17.03.2010, 09:00-12:00 Uhr (Saal 3) das Themenfeld „Bibliotheken als Akteure im Forschungsdatenmanagement“ behandelt. In dieser Session werden Bibliotheken und andere Infrastruktureinrichtungen ihre Aktivitäten rund um das Thema „Management von Forschungsdaten“ vorstellen.

Weiter ist das Projekt an verschiedenen Vorträgen in der Session „Die Schwerpunktinitiative 'Digitale Information'“ am Dienstag, 16.03.2010, 09:00-12:00 Uhr (Saal 1) beteiligt.

Darüber hinaus beteiligt sich das Helmholtz Open Access Projekt an einem Messestand (Stand-Nr A09a) verschiedener Wissenschaftsorganisationen und der Informationsplattform open-access.net zum Thema Open Access.

 

Kooperation zwischen PANGAEA und ScienceDirect

Eine innovative Kooperation zwischen der Datenbibliothek PANGAEA - Publishing Network for Geoscientific & Environmental Data und dem Publikationskatalog ScienceDirect (Elsevier) macht Daten der Erdsystemforschung nachhaltig verfügbar und unterstützt ihren Publikationsprozess.

Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in der Helmholtz-Gemeinschaft und das Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen MARUM betreiben gemeinsam ein System, welches die Archivierung und Nachnutzung von Daten aus den Geowissenschaften und der Umweltforschung in einer bisher einzigartigen Form erlaubt. Die Inhalte von PANGAEA sind dem Prinzip des Open Access folgend frei unter einer „Creative Commons Attribution“ Lizenz verfügbar. Die einen Datensatz begleitenden Metadaten beinhalten das vollständige Zitat mit Zusammenfassung der Publikation, die auf Grundlage dieses Datensatzes entstanden ist. Die in dieser Form extern verfügbaren Datensupplements sind integraler Bestandteil der Publikation und damit auch Teil des Peer-review, haben also keine eigenständige wissenschaftliche Identität. Sie sind aber über einen eigenen Digital Object Identifier (DOI) technisch selbständig und dauerhaft adressierbar. Nur durch die Erfassung in einer standardisierten Datenbibliothek sind die Daten maschinen-lesbar und damit technisch wie wissenschaftlich umfassend nachnutzbar. Diese Form der Archivierung ist somit gegenüber einer File-basierten Ablage auf einem Verlagsserver zu bevorzugen.

Seit 2010 sind der Publikationskatalog ScienceDirect des Verlages Elsevier mit dem Inhalt von PANGAEA verknüpft. Erfolgt ein Zugriff auf die Eingangsseite eines Artikels in Zeitschriften aus der Rubrik „Earth and Planetary Sciences“, prüft ScienceDirect, ob zu der angefragten Publikation ein Datensupplement in PANGAEA verfügbar ist. Ist dies der Fall, erscheint der Hinweis „Supplementary Data“ mit einem Link auf den Inhalt in PANGAEA. Hinweis und Zugriff sind auch mit einem Gastzugang sichtbar; in der Verfügbarkeit von Primärdaten zu Publikationen folgt Elsevier damit konsequent Punkt 7 der „Brussels Declaration on STM Publishing“: „Raw research data should be made freely available to all researchers.“

 

Helmholtz-Zentrum DESY fördert arXiv

Das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY in der Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt sich an dem jüngst gestarteten Community-Finanzierungsmodell des Preprint-Servers arXiv.

Im Januar hatte die Cornell University Library, Betreiber des arXiv, in einem White Paper ein neues Modell zur zukünftigen Finanzierung des Repositoriums veröffentlicht. Dieses Modell sieht vor, dass sich Einrichtungen, die das arXiv intensiv nutzen, an der Finanzierung des Repositoriums beteiligen können.

Das arXiv wurde 1991 am Los Alamos National Laboratory (LANL) gegründet. Das Repositorium dient der Veröffentlichung von Preprints aus den Bereichen Physik, Mathematik, Informatik und angrenzenden Disziplinen. Mit fast 600.000 gespeicherten Open-Access-Publikationen ist das arXiv eines der größten Repositorien weltweit.

 

Merkblatt zum DFG-Programm Open-Access-Publizieren

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Dezember 2009 ein Merkblatt mit Details zum neuen Förderprogramm „Open-Access-Publizieren“ veröffentlicht.

Ziel des Programmes ist es, wissenschaftliche Hochschulen bei der Etablierung dauerhafter und verlässlicher Strukturen zur Finanzierung von originären Open-Access-Zeitschriften zu unterstützen.

Neben der Darstellung der bisherigen Open-Access-Aktivitäten der antragstellenden Hochschule wird die Selbstverpflichtung gefordert, mindestens 25 Prozent der bei der DFG beantragten Publikationsmittel aus dem hochschuleigenen Budget bereit zu stellen.

Publikationsgebühren für hybride Open-Access-Zeitschriften werden nicht erstattet. Die Antragstellung ist über die Hochschulleitung zu organisieren. Abgabetermin für Anträge ist der 01.04.2010.

 

Deutscher Bibliotheksverband unterstützt Open Access

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (DBV) hat im Februar eine Stellungnahme zum Thema Open Access veröffentlicht. In dieser fordert der Verband alle Hochschulbibliotheken zur Unterstützung von Open Access auf.

Der DBV „empfiehlt den wissenschaftlichen Bibliotheken, sich vorbehaltslos für die Open-Access-Bewegung einzusetzen, nachdrücklich in ihren Hochschulen für Open Access zu werben und entsprechende Strategien zu ihrer Umsetzung zu entwickeln. In diesem Zusammenhang hat die DFG nun ein neues Förderprogramm beschlossen, dass den Hochschulbibliotheken die Chance bietet, sich aktiv in der Open-Access-Bewegung zu engagieren.“

 

Niederlande: Nationale Förderung von Open Access

Die Niederländische Organisation für Wissenschaftliche Forschung (NWO) kündige im Februar die finanzielle Förderung von Open Access im Rahmen eines 2,5 Millionen Programmes an.

Bereits heute sind über das nationale NARCIS-Portal über 200.000 Open-Access-Publikationen, die an niederländischen Wissenschaftseinrichtungen entstanden sind, zugänglich.

Auch schloss die Vereinigung der niederländischen Hochschulen (VSNU) für 2010 einen Vertrag mit dem Wissenschaftsverlag Springer ab. Dieser sieht vor, dass Publikationen niederländischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Springer-Zeitschriften im Open Access ohne zeitliches Embaro zugänglich gemacht werden.

Darüber hinaus hat die Niederländische Organisation für Wissenschaftliche Forschung (NWO) angekündigt zu prüfen, ob Open-Access-Publikationen im Rahmen der Forschungsförderung in Zukunft besonders bewertet werden können.

 

Save the Date: Open Access Week 2010

Nach der erfolgreichen ersten internationalen Aktionswoche zum Thema Open Access im letzten Jahr, an der allein in Deutschland über 70 wissenschaftliche Institutionen beteiligt waren, haben sich die internationalen Organisatoren in Abstimmung mit nationalen Akteuren für eine Fortsetzung der Aktionswoche in 2010 ausgesprochen.

Die zweite internationale Open Access Week wird vom 18.-24.10.2010 stattfinden. Das Konzept der Aktionswoche, die Diskussion um Open Access durch verteilte Aktionen an Wissenschaftsstandorten zu fördern, wird fortgesetzt.

 

SCOAP3 weiter auf Erfolgskurs

Innerhalb der letzten Monate haben mit Finnland und Portugal weitere europäische Staaten ihre Beteiligung an SCOAP3 zugesagt. Damit ist der europäische Beitrag an dem internationalen Konsortium zur Überführung der Kernzeitschriften der Teilchenphysik in Open Access zu über 90 Prozent gesichert.

Auch der US-amerikanische Beitrag wächst: Bereits über 80 Prozent der benötigten Mittel wurden zugesagt.

Herausforderung ist nun die Gewinnung weiterer Partner in Südamerika und Asien.

International liegen Zusagen für zwei Drittel des anvisierten Budgets vor.

 

Leitfaden zum Betrieb von Open-Access-Zeitschriften

Einen guten Überblick über die vielfältigen Herausforderungen rund um das Management einer Open-Access-Zeitschrift bietet der „Online Guide to Open Access Journals Publishing“.

Der Leitfaden wurde von Co-Action Publishing und der Universitätsbibliothek Lund veröffentlicht. Er ist als „living document“ konzipiert und beschreibt alle Stufen von der Konzeption bis zum laufenden Betrieb einer Open-Access-Zeitschrift.

 

PloS One im Web of Science

PloS One wird seit Januar 2010 im Science Citation Index Expanded des Web of Science indexiert. Damit ist die bekannteste Open-Access-Zeitschrift der Public Library of Science (PLoS) ab 2009 auch in Journal Citation Reports gelistet.

In einer Pressemitteilung beschreibt Thomson Reuters eindrucksvoll die quantiative Entwicklung von PloS One: „As of mid-November 2009, over 4,000 items had been cited at least once, with 478 items receiving 10 or more citations. At the completion of the Thomson Reuters evaluation, the journal had received more than 19,000 citations.”

 

Literaturhinweise: Open Access

Scholarly Publishing Roundtable: Report and Recommendations from the Scholarly Publishing Roundtable. 2010. Online.

Swan, A.: Modelling Scholarly Communication Transitions: Costs and benefits for universities. 2010. Online.

 

Literaturhinweise: Forschungsdaten

Nature Genetics (Editorial): Integrating with integrity. Nature Genetics 42, 1 (2010). S. 1. Online.

Nature Medicine (Editorial): Supporting data. Nature Medicine 16, 131 (2010). S. 131. Online.

Whitlock, M. C. et al.: Data Archiving. The American Naturalist 175, 2 (2010), S. 145-146. Online.

 

Impressum

Der Helmholtz Open Access Newsletter wird vom Helmholtz Open Access Projekt herausgegeben.

Redaktion: Heinz Pampel

Kontakt: open-access@helmholtz.de

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Falls Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an pampel@gfz-potsdam.de

URL dieser Newsletter-Ausgabe: http://oa.helmholtz.de/bewusstsein-schaerfen/newsletter/archiv/newsletter-31-vom-02032010.html

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