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Helmholtz Open Access Newsletter vom 31.05.2007

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


dies ist der dreizehnte Helmholtz Open Access Newsletter, herausgegeben vom Helmholtz Open Access Projekt. In diesem Newsletter geben wir Ihnen einen monatlichen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen zum Thema Open Access. Sie finden den aktuellen Newsletter und das Archiv jederzeit auf dem Portal "Helmholtz Open Access Projekt".

Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten.

3. Helmholtz Open Access Workshop 5.-6. Juni 2007

Der 3. Helmholtz Open Access Workshop findet am 5.-6. Juni am DLR-Standort Berlin-Adlershof (5.6.) bzw. am 6.6. ganz in der Nähe am Erwin Schrödinger-Zentrum, Campus Adlershof der Humboldt-Universität, statt.

Am 5.6. werden wir uns mit "Strategien zur Füllung der Institutional Repositories" und generellen Fragen des Open Access Projekts auseinandersetzten, am 6.6. bieten wir in Kooperation mit DINI (Deutsche Initiative für Netzwerkinformation) einen Workshop zum Thema "Rechtliche Rahmenbedingungen für Betreiber von Repositories" an.

Detaillierte Informationen zur Anmeldung, Anreise und Unterkunft finden Sie auf den Webseiten des Helmholtz Open Access Projekts: Aktuelles.

(ah)

Workshop on Innovations in Scholarly Communication (OAI5), 18.-20. April, Genf

Der "Workshop on Innovations in Scholarly Communication" (OAI5) fand am CERN (Genf, Schweiz) statt; es ist eine DER großen und international hochkarätig besetzten Konferenzen zu Open Access.

Ganz dem Open Access-Gedanken verpflichtet, sind alle Vorträge (Videos und Präsentationen) sowie die dort präsentierten Poster online[1]. Hier eine kleine  Auswahl an besonders interessanten Präsentationen:

D.Prosser (SPARC Europe) hat einen guten Übersichtsvortrag zu aktuellen politischen Entwicklungen gehalten: „Repositories, Policies and Politics“. Der aktuelle Stand des SCOAP3-Projekts, an dem auch Helmholtz-Zentren beteiligt sind, wurde von J.Vigen (CERN) dargestellt. Das "Scholar's Copyright Project" wurde von John Wilbanks (Creative Commons, USA) vorgestellt: Hier ging es u.a. um die neuesten Versionen der Creative Commons Lizenzen und den "Scholar's Copyright Addendum Engine", der auf automatisierte Weise Autoren helfen soll, die Rechte an Publikationen definiert zu behalten. 

Es wurden darüber hinaus etlichen Vorträge zu technischen Aspekten von Repositorien und möglichen Diensten (OAI, ORE, citation and usage statistics...) gehalten. Das Stöbern auf der Webseite von OAI5 lohnt sich!

Die Helmholtz-Gemeinschaft war auf der Konferenz mit einigen Teilnehmer und mit 2 Postern vertreten. 


[1] indico.cern.ch/conferenceDisplay.py

(ah)

"German e-Science Conference 2007 (GES2007)" in Baden-Baden 2.-4.5.2007

Diese - trotz ihres Namens - international gemeinte Konferenz war als eine Begleitung der eScience/Grid Förderschiene des BMBF geboren und von langer Hand vorbereitet. Sie wurde im Laufe der Zeit um die verwandten "Säulen" eLearning und Open Access ergänzt - zunächst ganz profan deshalb, damit sich nicht schon auf deutschem Boden mehrere Konferenzen im ersten Halbjahr 2007 (dem der deutschen EU-Ratspräsidentschaft!) Konkurrenz um Teilnehmende machen. Tatsächlich wurde dann aber die Kombination der Themengebiete auch von internationalen Teilnehmern als interessant gelobt...

Helmholtz-Zentren waren in den Säulen "Grid" und "vernetzes Wissen" (auch bekannt als eScience) "naturgemäss"  stark vertreten, hatten sie doch zum Entstehen des BMBF-Grid/eScience Programms wesentlich beigetragen.

Die Helmholtz-Rolle in der Säule Open Access war nicht so offen zu erkennen, da hier die Auswahl der Sprecher nach "politischen" Motiven erfolgt war, in der Hoffnung anwesende Offizielle von BMBF und EU zu beeindrucken und zu beeinflussen. Die Einladungen von zwei der 9 Sprecher erfolgte auf Helmholtz-Vorschlag: P.Bernal, Executive Secretary der Intergovernmental Oceanographic Commission der UNESCO, sprach über offenen Zugang zu (ozeanographischen) Daten und M.Metzger, Generalsekretär des CERN über das wohlbekannte SCOAP3-Vorhaben in der Hochenergiephysik.

Überhaupt war diese Säule sehr prominent und international besetzt. Unbedingt zu erwähnen ist dabei S.Noorda, "voorzitter" der niederländischen "vereniging van universiteiten" - hier Keynote Speaker und Chair des Abschluss-Panels. Er erwähnte, dass er das Thema Open Access für die Vereinigung der Europäischen Universitäten (EUA) vertritt, seine Kollegen in diesen Gremien aber meist nicht mehr als zwei Sätze zu diesem Thema sagen könnten - und also noch weitere Anstrengungen nötig sind.

L.Romary, Direktor der Max Planck Digital Library präsentierte eine umfassende Agenda der Gesellschaft ... und kündigte "Leadership" etwa auch beim Thema des offenen Zugangs zu Daten an. M.Read, Generalsekretär von JISC, erklärte - wie auch Noorda - das Thema "Primärdaten" zum zur Zeit interessantesten.

Mehrheitlich allerdings wurden - wie geplant, in prominenter Besetzung - bekannte Positionen und Entwicklungen referiert. Ob der beabsichtigte Eindruck bei politischen Stellen erzielt werden konnte, ist schwer einzuschätzen, da entsprechende Personen (bis auf eine Vertreterin der EU-Kommission) nicht in Erscheinung traten.

(hp)

Informationsplattform open-access.net jetzt online!

Passend zur diesjährigen German E-Science Konferenz geht die Open-Access-Informationsplattform www.open-access.net an den Start.

Open-access.net ist eine von den Universitäten Bielefeld, Göttingen, Konstanz sowie der Freien Universität Berlin aufgebaute Informationsplattform, die die zunehmende wissenschaftspolitische Bedeutung des Themas Open Access aufgreift. Die Informationsplattform bietet neben umfangreichen Informationen auch einen Newsdienst und eine mailingliste. Anlässlich der German E-Science Conference 2007 vom 2.-4. Mai in Baden-Baden wurde die DFG-geförderte Informationsplattform freigeschaltet und erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Open Access Projekt der Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt die Informationsplattform und hat einen eigenen Webauftritt auf diesen Seiten [1].

[1] openaccess-germany.de/de/oa_informationen_der/helmholtzgemeinschaft/

(ah)

Towards Open Access Publication in High Energy Physics

Die SCOAP3-Arbeitsgruppe hat inzwischen ihren Ergebnisbericht vorgelegt:

 

http://documents.cern.ch/cgi-bin/setlink?base=preprint&categ=cern&id=cern-open-2007-015

 

(rab)

Nutzung Original-PDF

Der Schrecken aller Verantwortlichen für die Repositories sind die Final Drafts. Da die meisten Verlage die Zweitpublikation der verlagsformatierten elektronischen Version eines Artikels nicht erlauben, sind die Final Drafts der Autoren die Voraussetzung für eine Zweitpublikation im institutionellen Respositorium. Der Zugriff auf die Final Drafts ist die große Hürde für den Grünen Weg, und eine entscheidende Frage für Bibliotheken ist: wie bringe ich "meinen" Wissenschaftler dazu, diese Version  zu behalten, nach dem der Artikel endgültig fertiggestellt wurde, und ihn an die Bibliothek weiterzugeben?

Deshalb soll an dieser Stelle auf die positive Praxis einiger Verlage hingewiesen werden, die das Einstellen originaler PDFs erlauben.

Tipp: Wählen Sie in der SHERPA/RoMEO-Datenbank  "Browse / All publishers" und nutzen die seiteninterne Suchmöglichkeit nach

"can be used", "may be used", "must be used", "creative commons"

und lassen sich überraschen.

Einer schnellen, unkomplizierten Nutzung solcher Artikel im Repository steht nichts im Weg.

(rab)

Leseempfehlungen

Open and Shut. The OA Interviews: Richard Poynder interviewt Leo Waijers.

Ein lesenswertes Gespräch über Open Access insgesamt, in den Niederlanden, Cream of Science, mit vielen interessanten Aspekten.

poynder.blogspot.com/2007/04/oa-interviews-leo-waaijers.html

 

Arthur Sale: A Challenge for the Library Acquisition Budget. D-Lib Magazine 13 (5/6), (Jun 2007)

doi/10.1045/may2007-sale

 "Libraries have traditionally heavily supported researchers as readers, but they have not done the same for researchers as authors. It is desirable for the future of libraries, and for the future of research in their institutions, that libraries become engaged in this crucial step in the research process."

Impressum

Der Helmholtz Open Access Newsletter wird vom Helmholtz Open Access Projekt (http://oa.helmholtz.de) herausgegeben.

Redaktion: Andreas Hübner

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