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Helmholtz Open Access Newsletter vom 02.03.2006 (Ausgabe 1)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

dies ist der erste Helmholtz Open Access Newsletter, herausgegeben vom Helmholtz Open Access Project. In diesem Newsletter wollen wir Ihnen einen monatlichen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen zum Thema Open Access geben.

Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten.

Helmholtz Open Access Workshop

Am 12.1.2006 hat der Hauptausschuss der DFG beschlossen, die Verwendungsrichtlinien für Forschungsmittel zu ergänzen. Forschungsergebnisse, die mit Mitteln der DFG finanziert wurden, müssen in Zukunft digital veröffentlicht und für den entgeltfreien Zugriff im Internet (Open Access) verfügbar gemacht werden.

Wie kann diese Vorgabe in der Praxis umgesetzt werden?

Für Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft, die in ihren Zentren mit Open Access befasst sind, oder sich für dieses Thema interessieren, bietet das Helmholtz Open Access Projekt einen Workshop an. Themen des Workshops sind:

- Beschaffung und Aufbereitung von Inhalten für die elektronische Zweitveröffentlichung

- Autorenverträge und andere rechtliche Fragen

- Workflows für Institutionelle Repositorien

- Aufbau von OAI-Servern und Harvestern (bei Bedarf)

Das Programm kann im Detail noch nach den Bedürfnissen der Teilnehmer modifiziert werden.

Termin: 21.06.2006 mittags bis 22.06.2006 mittags

Ort: GeoForschungsZentrum Potsdam, Hörsaalgebäude

Wichtig!

Zu dieser Zeit findet die Fußball-WM statt. Aus diesem Grund ist es im Juni 2006 im Raum Berlin schwierig Hotelzimmer zu buchen. Um Ihnen eine günstige Unterbringung in einem Hotel reservieren zu können, bitten wir Sie, sich bis zum 31.5.2006 verbindlich bei uns anzumelden.

Bitte senden Sie das Anmeldeformular an ines.boettcher@awi.de.

Open Access in Verwendungsrichtlinien der DFG

Aus: Informationen für die Wissenschaft Nr. 4

30. Januar 2006

 

Bei ihren Sitzungen im Januar 2006 haben Senat und Hauptausschuss der DFG empfohlen, geförderte Wissenschaftler aufzufordern, ihre Forschungsergebnisse auch digital zu publizieren und im Open Access bereitzustellen. Um Sekundärpublikationen, also die zusätzliche Bereitstellung bereits anderweitig veröffentlichter Forschungsergebnisse im Internet durch die Autoren (self-archiving), rechtlich abzusichern, wird darüber hinaus an die Wissenschaftler in DFG-geförderten Projekten appelliert, sich diesbezügliche Verwertungsrechte vorzubehalten. Entsprechende Empfehlungen werden derzeit in die Verwendungsrichtlinien eingearbeitet.

Den genauen Wortlaut lesen Sie hier: http://www.dfg.de/aktuelles_presse/information_fuer_die_wissenschaft/andere_verfahren/info_wissenschaft_04_06.html.

Die überarbeiteten Verwendungsrichtlinien werden voraussichtlich ab April 2006 verfügbar sein.

(IB)

Ergänzung zu Autorenverträgen am Forschungszentrum Jülich

 

Am Forschungszentrum Jülich wurde, von Zentralbibliothek und Rechtsabteilung, eine konkrete Handreichung als Ergänzung zu den üblichen Autorenverträgen erarbeitet. Bietet ein Verlag in seinem Vertrag bisher nicht das Recht der Zweitverwertung, so wird den Autoren empfohlen diese Zusatzerklärung hinzuzufügen.

Das GFZ wid mit Unterstützung der dortigen Rechtsabteilung diese Ergänzung nachnutzen.

Die genaue Formulierung: http://www.fz-juelich.de/zb/oa_modell/copyright/

(IB,RAB)

Hochschulleitungen diskutieren Aktionsprogramm zu Open Access

Vertreter der deutschen Hochschulleitungen haben auf der von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) veranstalteten Tagung über konkrete Schritte zur Etablierung von "Open Access" diskutiert.

 

Wie die Hochschulen gemeinsam mit Partnern die Idee des Open Access voranbringen erörterte die abschließende Podiumsdiskussion. Dr. Reinhard Grunwald, Generalsekretär der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), wies auf die Ergänzung der DFG-Verwendungsrichtlinien hin: Die DFG erwarte, dass die mit Ihren Mitteln finanzierten Forschungsergebnisse auch im Rahmen von Open Access verfügbar gemacht würden. Dr. Birger Hendriks vom Wissenschaftsministerium Schleswig-Holstein erklärte, die Länder hätten ein sehr großes Interesse an der Förderung von Open Access, um die Unterversorgung der wissenschaftlichen Bibliotheken zu beenden. Professor Dr. Robert Schlögl, Max-Planck-Gesellschaft, verwies auf die Erfahrungen der MPG bei der Erstellung einer institutsübergreifenden Infrastruktur. Schließlich zeigte Jan Velterop vom Springer-Verlag, dass auch Verlage die Idee des Open Access mit in ihr Geschäftsmodell aufnehmen können: Im seinem Verlag hätten die Autoren die Wahl, ob sie im Verlag konventionell veröffentlichen oder ob sie gegen Gebühr die Artikel durch den Verlag ins Internet stellen lassen, so dass jeder Interessierte kostenlos über diese Veröffentlichung verfügen könne.

 

Pressemeldung idw http://www.idw-online.de/pages/de/news147468.

 

Die Veranstaltung war von der HRK initiiert worden, da man Ende 2005 feststellte, dass sich die Hochschulrektoren bisher wenig für Open Access interessierten. Mit Veranstaltungen dieser Art will die HRK  Hochschulpolitische Impulse setzen und mehr Verbindlichkeit bei der Umsetzung von Open Access erreichen. (JK)

US Projekt zur Archivierung von Online-Content

Eine Gruppe von Bibliotheken und Verlagen in den Vereinigten Staaten arbeiten zusammen an einem Pilotprojekt zur Archivierung von kostenpflichtigen Online-Journalen. Die Archive sind vorerst nicht zugänglich (sog. Dark Archive). Das Ziel ist es, Backup-Kopien der Zeitschriften zu haben, sollte der Verlag aufgelöst werden oder seine IT Infrastruktur Schaden nehmen. Weitere Details finden Sie bei Chronicle of Higher Education, 25 January 2006 unter http://chronicle.com/daily/2006/01/2006012502t.htm.

Das Projekt hat Parallelen zu einem Ähnlichen Projekt in den Niederlanden, das von SURF durchgeführt wird. Es zeigt erschreckend, wie wenig Wert die Verlage bisher auf die Langzeitverfügbarkeit der bei ihnen erschienenen wissenschaftlicher Werke legen. Zudem erscheint es uns zweifelhaft, wieso nun öffentliche Mittel aufgewandt werden, Werke zu archivieren, die nun doch niemand sehen darf, aber die Verlagen von ihrer Bringschuld der Langzeitverfügbarkeit dieser Werke entlastet.

(JK)

Impressum

Der Helmholtz Open Access Newsletter wird herausgegeben durch das Helmholtz Open Access Projekt.

Redaktion: Dr. Jens Klump und Ines Böttcher.

Kontakt:

Falls Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten wollen, schreiben sie bitte an ines.boettcher@awi.de.

Copyright

Die Inhalte dieses Newsletters sind gemäß Creative Commons by Attribution lizenziert. Es ist erlaubt, die Inhalte des Newsletters weiter zu verwenden und zu verbreiten, wenn der Newsletter als Quelle angegeben wird.

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