ORCID DE

Die Open Researcher and Contributor ID, kurz ORCID, ist eine eindeutige Kennung für Forscherinnen und Forscher und ermöglicht die Vernetzung der zum wissenschaftlichen Arbeitsprozess Beitragenden mit ihren Publikationen, Forschungsdaten und anderen Produkten des Forschungsprozesses (wie zum Beispiel Software).

Das der Initiative zugrundeliegende internationale ORCID-Konsortium vernetzt weltweit bereits über 8 Millionen Publizierende mit ihren Aufsätzen und Forschungsdaten über eine eindeutige ID. Um die auch in Deutschland vielerorts erwogene Implementierung der ORCID an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu fördern wurde das Projektvorhaben „ORCID DE – Förderung der Open Researcher and Contributor ID in Deutschland“ ins Leben gerufen. Dieses wurde durch die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) initiiert und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von 2016 bis 2019 gefördert. Im Rahmen des Projekts wurden eine zentrale Anlaufstelle für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen geschaffen, sowie die Nutzung der ORCID iD im Kontext der Bielefeld Academic Search Engine (BASE) sowie die Verzahnung mit der Gemeinsamen Normdatei (GND) erfolgreich umgesetzt.

Ende 2019 hat die DFG in eine zweite Förderphase des Projekts ORCID DE bewilligt. Im Rahmen des Folgeprojekts („ORCID DE 2 – Konsolidierung der ORCID-Informationsinfrastruktur in Deutschland“) soll weiterhin die Implementierung der ORCID an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen durch einen übergreifenden Ansatz nachhaltig unterstützt und durch die stärkere Koordinierung lokal stattfindender Einzelaktivitäten Synergien erzeugt werden. Das Projektvorhaben verfolgt zudem den Ausbau sowie die Verstetigung des bestehenden Netzwerks von wissenschaftlichen Einrichtungen, die ORCID in ihren Infrastrukturen integriert haben. Der Fokus liegt sowohl auf dem Ausbau der Unterstützung der an ORCID interessierten und nutzenden Einrichtungen bzw. Zielgruppen (z. B. Verlage und Forschungsförderer) als auch auf einem perspektivisch mit ORCID verknüpften Identifikationssystem für Organisationen. An dieser Entwicklung möchten sich die Projektpartner stellvertretend für die deutschen wissenschaftlichen Institutionen von Anfang an beteiligen.

Das Helmholtz Open Science Office am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ trägt mit seiner Projektbeteiligung seiner Verantwortung für die Weiterentwicklung des wissenschaftlichen Informationsmanagements in Deutschland Rechnung und unterstreicht dabei den eigenen Anspruch, hierbei eine federführende und koordinierende Rolle auszuüben.

Projektbeginn: Das Projekt ORCID DE startete offiziell am 01.05.2016 und endete am 30.11.2019. Das Folgeprojekt ORCID DE 2 startete offiziell am 01.01.2020 und endet voraussichtlich am 30.06.2022.

Projektpartner*innen:


Weitere Informationen:


Website: http://www.orcid-de.org/

Bertelmann, R., P. Cruse, E. Niggemann, D. Pieper, I. Sens,M. Burger, R. Dasler, B. Dreyer, K. Elger, M. Fenner, S. Hagemann-Wilholt, S. Hartmann, T. Höhnow, J. Kett, H. Pampel, C. Pietsch, J. Schirrwagen & F. Summann 2019: ORCID DE 2 – Konsolidierung der ORCID-Informationsinfrastruktur in Deutschland. doi.org/10.2312/lis.20.01

Bertelmann, R., E. Niggemann, D. Pieper, K. Elger, M. Fenner, S. Hartmann, T. Höhnow, N. Jahn, U. Müller, H. Pampel, J. Schirrwagen & F. Summann 2015: ORCID DE – Förderung der Open Researcher and Contributor ID in Deutschland, 24 p. doi:10.2312/lis.16.01

Ansprechpersonen:

Heinz Pampel, Helmholtz Open Science Office

Antonia Schrader, Helmholtz Open Science Office