Open Science in der Helmholtz-Gemeinschaft

[in English]

Die Helmholtz-Gemeinschaft gehörte 2003 zu den Erstunterzeichnern der „Berliner Erklärung über den freien Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“. Diese Entscheidung hat die Mitgliederversammlung der Helmholtz-Gemeinschaft 2004 durch einen Beschluss zur Umsetzung der „Berliner Erklärung“ in der Helmholtz-Gemeinschaft bekräftigt.

Zur Umsetzung von Open Science in der Helmholtz-Gemeinschaft wurde Ende 2005 das Helmholtz Open Science Koordinationsbüro eingerichtet, das im Rahmen einer offenen Projektarbeit mit den Zentren Open Science fördert. Das Koordinationsbüro wird durch den Arbeitskreis Open Science in der Helmholtz-Gemeinschaft gesteuert.

Seit 2016 bietet eine Open-Access-Richtlinie einen klaren und verlässlichen Handlungsrahmen für die Transformation wissenschaftlicher Ergebnisse hin zu Open Access. Nach dieser sollen Publikationen in den Naturwissenschaften spätestens nach sechs Monaten und in den Geistes- und Sozialwissenschaften spätestens nach zwölf Monaten kostenfrei zugänglich gemacht werden.

Eine entsprechende Open-Access-Richtlinie gilt bereits seit 2013 für Mittelempfängerinnen und -empfänger des Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft.

Bewusstsein für Open Science schärfen

Um in den Helmholtz-Zentren für Open Science zu werben, wird der Dialog mit Akteuren in Wissenschaft, Administration und Serviceeinrichtungen, wie Bibliotheken, Daten- und Rechenzentren gepflegt. In regelmäßigen Workshops, Vorträgen, Diskussionen und Publikationen wird über Chancen und Herausforderungen von Open Science informiert. Mehr...

Folgende Themenfelder prägen die Arbeit des Helmholtz Open Science Koordinationsbüros:

Open Access

Open Access bezeichnet den offenen Zugang zu wissenschaftlichen Textpublikationen. In Bezug auf wissenschaftliche Aufsätze wird zwischen dem „Grünen Weg“ und dem „Goldenen Weg“ des Open Access differenziert.

Open Access: der Grüne Weg

Der Grüne Weg des Open Access bezeichnet die Speicherung von qualitätsgesicherten Textpublikationen (Postprints) und anderen digitalen Objekten auf einem institutionellen oder disziplinären Repositorium (frei zugängliche Online-Datenbank). Neben dem Aufbau, der Vernetzung und der Standardisierung der Helmholtz-Repositorien befasst sich das Helmholtz Open Science Koordinationsbüro auch mit rechtlichen Aspekten, welche Open Access betreffen. Mehr...

Open Access: der Goldene Weg

Der Goldene Weg des Open Access bezeichnet die Erstveröffentlichung von wissenschaftlichen Texten in Open-Access-Zeitschriften, Etablierte Verfahren wissenschaftlicher Qualitätssicherung, wie Peer-Review-Verfahren, sind integrale Teile dieser Strategie. Mehr...

Offener Zugang zu Forschungsdaten

Als Betreiber international bedeutender Großgeräte stellt die offene Zugänglichkeit zu Forschungsdaten für die Helmholtz-Zentren eine wichtige Herausforderung dar. Die Helmholtz-Gemeinschaft nimmt eine führende Rolle im Bereich Open Research Data ein. Das Projekt forciert den Dialog innerhalb der verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen in der Helmholtz-Gemeinschaft.  Mehr...

Forschungssoftware

Mit der voranschreitenden Digitalisierung von Forschung und Lehre steigt die Zahl an Software-Lösungen, die an wissenschaftlichen Einrichtungen entstehen und zur wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung genutzt werden. Die unter dem Stichwort Open Science geforderte Zugänglichkeit und Nachnutzung von wissenschaftlichen Ergebnissen kann in vielen Fachgebieten nur sichergestellt werden, wenn neben den Forschungsdaten auch die Forschungssoftware offen zugänglich gemacht wird. Mehr...

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