Open Science in der Helmholtz-Gemeinschaft

Die Digitalisierung eröffnet der Wissenschaft die Chance eines Wandels im Umgang mit Daten, Informationen und Wissen. In der Helmholtz-Gemeinschaft wird der Begriff Open Science, der einen kulturellen Wandel in der wissenschaftlichen Arbeitsweise und Kommunikation umreißt, wie folgt definiert

„Der offene, d. h. durch möglichst wenige finanzielle, technische und rechtliche Hürden behinderte Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen wie Publikationen, Forschungsdaten und wissenschaftlicher Software erweitert die Transparenz in der Wissenschaft, verbessert die Verfahren der Qualitätssicherung und erhöht durch eine verbesserte Informationsversorgung die Leistungsfähigkeit der Wissenschaft. Open Science dient somit immer auch der Verbesserung der guten wissenschaftlichen Praxis. Darüber hinaus fördert Open Science den Wissenstransfer in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik.“

Die Mission des Helmholtz Open Science Office ist die Förderung des kulturellen Wandels hin zu Open Science. Das von der Helmholtz-Gemeinschaft 2005 etablierte Office versteht sich als Dienstleister, der die Gemeinschaft bei der Gestaltung des Kulturwandels hin zu Open Science unterstützt. Das Helmholtz Open Science Office ist Partner aller an diesem Prozess beteiligten Akteure innerhalb von Helmholtz. 

Unter dem Motto „Enabling open science practices in Helmholtz!“ wirkt das Helmholtz Open Science Office in die Gemeinschaft hinein und fördert die Sichtbarkeit von Helmholtz auf nationaler und internationaler Ebene im Bereiche Open Science im Sinne der Helmholtz-Mission. 

Die Helmholtz-Gemeinschaft gehörte 2003 zu den erstunterzeichnenden Wissenschaftsorganisationen der „Berliner Erklärung über den freien Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“. Diese Entscheidung hat die Mitgliederversammlung der Helmholtz-Gemeinschaft 2004 durch einen Beschluss zur Umsetzung der „Berliner Erklärung“ in der Helmholtz-Gemeinschaft bekräftigt. Weitere Policies und Positionspapiere spezifizieren die Open-Science-Strategie der Helmholtz-Gemeinschaft.

Open Science realisieren

Um in den Helmholtz-Zentren für Open Science zu werben, fördert das Helmholtz Open Science Office der Dialog mit Stakeholdern in Wissenschaft, Administration und Serviceeinrichtungen, wie Bibliotheken, Daten- und Rechenzentren. In regelmäßigen Workshops, Vorträgen, Diskussionen und Publikationen wird über Chancen und Herausforderungen von Open Science informiert. Mehr…

Folgende vier Kernthemen prägen die Arbeit des Helmholtz Open Science Office: 

Open Access

Open Access bezeichnet den offenen Zugang zu wissenschaftlichen Textpublikationen. In Bezug auf wissenschaftliche Aufsätze wird zwischen Open Access Green  und Open Access Gold differenziert. Mehr...

Open Research Data

Als Betreiber international bedeutender Großgeräte und digitaler Informationsinfrastrukturen stellt die offene Zugänglichkeit zu und Nachnutzung von Forschungsdaten für die Helmholtz-Zentren ein zentrales Thema dar. Die Helmholtz-Gemeinschaft nimmt eine führende Rolle im Bereich Open Research Data ein. Das Helmholtz Open Science Office forciert den Dialog innerhalb der verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen in der Helmholtz-Gemeinschaft. Mehr…

Open Research Software

Mit der voranschreitenden Digitalisierung in der Wissenschaft steigt die Zahl an Software-Lösungen, die an den Helmholtz-Zentren entstehen und zur wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung genutzt werden. Die unter dem Stichwort Open Science geforderte Zugänglichkeit und Nachnutzung von wissenschaftlichen Ergebnissen kann in vielen Fachgebieten nur sichergestellt werden, wenn neben den Forschungsdaten auch die Forschungssoftware offen zugänglich gemacht wird. Unter dem Stichwort Open Research Software widmet sich das Helmholtz Open Science Office dieser Herausforderung. Mehr…

Nationale und internationale Vernetzung

Das Helmholtz Open Science Office pflegt den Dialog mit Stakeholdern außerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft, denn die Realisierung von Open Science erfordert eine globale Kooperation der Wissenschaft. Das Helmholtz Open Science Office vertritt die Gemeinschaft in Gremien auf nationaler und internationaler Ebene; u. a. in den Gremien der Schwerpunktinitiative “Digitale Information” der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, der internationalen Research Data Alliance (RDA), der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI) oder der European Association of Research and Technology Organisations (EARTO). Zudem wird die Beteiligung an Drittmittelprojekten zur Interessenvertretung genutzt. Mehr…