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Helmholtz Open Science Newsletter vom 23.05.2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dies ist der 74. Helmholtz Open Science Newsletter, herausgegeben vom Helmholtz Open Science Koordinationsbüro. In diesem Newsletter geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen zum Thema Open Science.

Sie finden den aktuellen Newsletter und das Archiv auf der Website des Helmholtz Open Science Koordinationsbüros.

Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten.

Editorial

Dieser Newsletter hat einen großen Schwerpunkt auf Themen rund um offene Forschungsdaten. Im Bereich der Infrastrukturen für einen offenen Zugang zu Forschungsdaten freuen wir uns, Ihnen den Research Data Management Organiser (RDMO) und die Nutzung des Forschungsdatenrepositoriums RADAR am KIT vorzustellen. Aus Karlsruhe gibt es zum Thema Forschungsdaten noch andere Neuigkeiten: So steht nun fest, dass das Direktorat der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur am FIZ Karlsruhe und am KIT angesiedelt wird. Wir gratulieren.

Auch aus der Open-Access-Welt haben wir in diesem Newsletter Neues zu berichten. Die Initiativen OA2020 und cOAlition S vernetzen sich und haben in einer gemeinsamen Erklärung bekräftigt, dieselben Ziele zu verfolgen. Aus der Helmholtz-Gemeinschaft haben zudem vier Zentren ihre Zahlen in der Initiative „Open APC“ aktualisiert. Wir können den anderen Zentren nur empfehlen, es Ihnen gleichzutun und ihre Open-Access-Publikationsgebühren offenzulegen, um für mehr Transparenz auf dem Publikationsmarkt zu sorgen.

Ihr

Helmholtz Open Science Koordinationsbüro

Helmholtz-Zentren aktualisieren ihre Zahlen bei Open APC

Vier der sechs Helmholtz-Zentren, die an der international beachteten „Open APC Initiative“ teilnehmen (s. Newsletter 64), haben im März und April dieses Jahres ihre Angaben zu den von ihrer Einrichtung gezahlten Open-Access-Publikationsgebühren für die Jahre 2018 bzw. 2017 offengelegt. Damit leisten das HZDR, FZJ, KIT und GFZ gemeinsam mit dem MDC und UFZ einen wichtigen Beitrag für die Helmholtz-Gemeinschaft zur Umsetzung eines transparenten Open-Access-Publikationsmarkts.

Deutschlandweit nehmen derzeit 62 Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen an Open APC teil. Weltweit sind es insgesamt 235 wissenschaftliche Einrichtungen (Stand: 17.05.2019), die ihre Publikationskosten aggregiert und öffentlich dokumentiert auf der Open-Data-Plattform bereitstellen. Die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen empfiehlt wissenschaftlichen Einrichtungen, Informationen zu gezahlten Open-Access-Publikationsgebühren offenzulegen, damit die Kostenstrukturen des Publikationsmarkts klar erkennbar werden.

KIT nutzt Forschungsdatenrepositorium RADAR

Nach dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) setzt nun auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf die Dienste von RADAR, einem generischen Forschungsdatenrepositorium, das innerhalb eines DFG-geförderten Projekts entwickelt wurde. Das KIT, das selbst Projektpartner war, baut aktuell ein eigenes institutionelles Forschungsdatenrepositorium auf, das RADAR als Management-Schicht der am KIT archivierten Forschungsdaten nutzt. Hierzu werden momentan weitere funktionale Anpassungen von RADAR vorgenommen, die es dem KIT erlauben, ausschließlich eigene technische Infrastruktur zu verwenden und RADAR in die FDM-Dienste des KIT zu integrieren.

RADAR hat zum Ziel, eine Dienstleistung zum Forschungsdatenmanagement zu etablieren und zum Ausbau der nationalen und internationalen Informationsinfrastrukturen beizutragen. Nun kann RADAR von Forschungseinrichtungen als Service lizenziert werden. Das zweistufige Angebot umfasst die formatunabhängige Datenarchivierung, sowie in der erweiterten Version die Möglichkeit zur Datenpublikation und DOI-Vergabe. Da es sich um einen All-in-one-Service handelt, wird keine eigene Infrastruktur benötigt; hier bildet das KIT einen Sonderfall, da es nur eigene Infrastruktur einsetzt. Der vom FIZ Karlsruhe betriebene Dienst eignet sich somit auch für kleinere Forschungseinrichtungen.

RDMO in Helmholtz

Immer mehr Helmholtz-Zentren setzten auf den Research Data Management Organiser (RDMO). Mit dem webbasierten Werkzeug können Forschende und Institutionen das Forschungsdatenmanagement ihrer Projekte über den gesamten Datenlebenszyklus planen und organisieren. Die Open-Source-Software wird in der Helmholtz-Gemeinschaft bereits vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Forschungszentrum Jülich (FZJ), Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und im Vorhaben MOSES des Forschungsbereichs Erde und Umwelt für die Erstellung von Datenmanagementplänen eingesetzt. Dank einer Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wird RDMO u. a. unter Beteiligung des KIT aktuell weiterentwickelt. Erst in diesem April hat das Projektteam eine neue Version veröffentlicht.

Direktorat der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur wird in Karlsruhe angesiedelt

Anfang Mai 2019 hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammen mit dem FIZ Karlsruhe mit dem Aufbau des Direktorats der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) beauftragt. Für die Helmholtz-Gemeinschaft ist diese Entscheidung von besonderer Bedeutung, weil in den Helmholtz-Zentren sehr große Mengen an Forschungsdaten erzeugt und gemanagt werden. Die Zentren betreiben deshalb eine Vielzahl von Forschungsdaten-Repositorien und haben großes Interesse an deren Einbindung in die geplante NFDI. Dieses Interesse wird auch durch den Umstand illustriert, dass Helmholtz-Zentren an einer Reihe von Konsortien beteiligt sind, die sich aktuell um die Förderung von Projekten zum Aufbau der NFDI bewerben und die sich Mitte Mai in der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgerichteten ersten NFDI-Konferenz vorgestellt haben.

OA2020 und cOAlition S vernetzen sich

Die beiden internationalen Open-Access-Initiativen OA2020 (s. Newsletter 57) und cOAlition S (s. Newsletter 70) haben in einer gemeinsamen Erklärung bekräftigt, dass sie gleiche Strategien verfolgen um das gemeinsame Ziel des sofortigen Open Access zu wissenschaftlichen Publikationen zu erreichen. Die Ansätze der Initiative OA2020, einem globalen Netzwerk von Wissenschaftsorganisationen, und von Plan S der cOAlition S, einer internationalen Gruppe von Forschungsförderern, werden in der Erklärung als komplementär und synergistisch zum Erreichen einer umfassenden Open-Access-Transformation des wissenschaftlichen Publizierens bezeichnet.

Beide Organisationen haben darüber hinaus mit der African Open Science Platform, AmeLICA und SciELO das gemeinsame São Paulo Statement on Open Access beschlossen: „(…) scholarly and scientific knowledge is a global public good. When generated by public funds, free access to it is a universal right.“

Literaturhinweise

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Cousijn, H. et al. 2019: Bringing citations and usage metrics together to make data count. Data Science Journal 18: 9. https://doi.org/10.5334/dsj-2019-009

Herrmannova, D., N. Pontika & P. Knoth 2019: Do authors deposit on time? Tracking open access policy compliance. ACM/IEEE Joint Conference on Digital Libraries, 02.-06.06.2019, Urbana-Champaign, IL. https://oro.open.ac.uk/60478/

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Matthias, L., N. Jahn & M. Laakso 2019: The two-way street of open access journal publishing: flip it and reverse it. Publications 7: 23. https://doi.org/10.3390/publications7020023

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Impressum

Der Helmholtz Open Science Newsletter wird vom Helmholtz Open Science Koordinationsbüro herausgegeben.

Redaktion: Dr. Christoph Bruch, Heinz Pampel, Kaja Scheliga, Dr. Paul Schultze-Motel, Paul Vierkant und Eike Wannick

Kontakt: open-science@helmholtz.de

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