Offener Helmholtz Workshop - Umgang mit Forschungsdaten

18.09. - 19.09.2008, Bremen, Haus der Wissenschaft

Ob im Rahmen klinischer Studien in der Medizin, bei Bohrungen in den Geowissenschaften, oder bei statistischen Erhebungen in der Sozialwissenschaft: Forschungsdaten sind allgegenwärtig.
Der finanzielle, technische, intellektuelle und organisatorische Aufwand zur Gewinnung dieser Daten ist groß. Häufig sind sie einzigartig und nicht wiederherstellbar. Viele der wichtigen Forschungsdaten werden jedoch gar nicht oder nur unzureichend archiviert. Darüber hinaus werden nur wenige Daten öffentlich zugängig gemacht, was eine potentielle Nachnutzung verhindert und somit die Forschungseffizienz beeinträchtigt.
Dieser Umgang mit Forschungsdaten entspricht häufig nur bedingt den Anforderungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur guten wissenschaftlichen Praxis, auch werden die technischen und organisatorischen Möglichkeiten des Zeitalters der digitalen, vernetzten Information nicht genutzt.
Im Rahmen der Schwerpunktinitative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisation wird dringender Handlungsbedarf hinsichtlich der systematischen Sicherung, Archivierung und Bereitstellung der Forschungsdaten festgestellt. Auch die Nachnutzung soll, wie von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gefordert, deutlich verbessert werden. Es sollen neue Strukturen – organisatorischer und technischer Art – sowie zeitgemäße Regeln für den Umgang mit Forschungsdaten geschaffen werden.

Programm und Kernfragen

Um eine breite Diskussion zu diesem Thema zu ermöglichen veranstaltet die Helmholtz-Gemeinschaft am 18.-19. September 2008 einen offenen Workshop zum Thema "Umgang mit Forschungsdaten" in Bremen. Zu diesem laden wir alle Interessierten herzlich ein.

Am ersten Workshoptag werden internationale Referenten in die Themen einführen. Dabei werden differenzierte Aspekte und Fragestellungen im Umgang mit Forschungsdaten in den Wissenschaftsdisziplinen referiert und diskutiert.
Der zweite Tag ist der Diskussion in Arbeitsgruppen gewidmet. Ziel ist es, die differenzierten Aspekte und Problemfelder zu beleuchten, die für die Entwicklung einer Forschungsdaten-Richtline, wie sie von der Allianz gefordert wird, von Bedeutung sind. Zentrale Fragen dabei sind:

- Was sind zeitgemäße Regeln zur Bewahrung und Publikation von Forschungsdaten und wie können diese umgesetzt werden?

- Auf welche Erfahrungen im internationalen Kontext kann zurückgegriffen werden?

- Wer sind die Akteure bei der Umsetzung einer Forschungsdatenrichtline?

- Welche Institutionen stellen die organisatorische und technische Infrastruktur bereit?

- Welche Finanzierungsformen und welche Geschäftsmodelle sind denkbar?

 

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Schwerpunktinitiative „Digitale Information“