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Die Ausgaben 1-44 des Newsletters finden Sie im Archiv.

Helmholtz Open Access Newsletter vom 18.09.2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dies ist der 45. Helmholtz Open Access Newsletter, herausgegeben vom Helmholtz Open Access Koordinationsbüro. In diesem Newsletter geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen zum Thema Open Access.

Sie finden den aktuellen Newsletter und das Archiv auf der Website des Helmholtz Open Access Koordinationsbüros.

Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten.

Open Access Week: Webinar für Helmholtz-Doktorand/-innen

Im Rahmen der internationalen Open Access Week 2013 bietet das Helmholtz Open Access Koordinationsbüro am 21. und 25. Oktober 2013 unter dem Titel „Science is open: an introduction to open access“ ein aktuelles Webinar zu den Grundlagen von Open Access an. Doktorandinnen und Doktoranden aus allen Helmholtz-Zentren sind herzlich eingeladen sich von ihrem Schreibtisch aus über Open Access zu informieren und im Livechat über das Internet mitzudiskutieren. Doktorand/-innen aus anderen Institutionen sind als Gäste gern willkommen.

Eine Anmeldung für das Webinar ist ab sofort möglich.

12. Helmholtz Open Access Workshop: „Von Open Access zu Open Science: aktuelle Herausforderungen in der Helmholtz-Gemeinschaft“

Der interne Hands-on-Workshop am 27. und 28. November 2013 in Potsdam richtet sich an Praktikerinnen und Praktiker aus den Helmholtz-Zentren. Als roter Faden zieht sich durch alle Sitzungen das Anliegen, Möglichkeiten zur konkreten Umsetzung und Weiterentwicklung von Open Access und Open Science in den Helmholtz-Zentren auszuloten.

Im Workshop werden am ersten Tag Kommunikationstrategien zu Open Access in den Zentren und die Repositorienentwicklung an konkreten Beispielen diskutiert. Am zweiten Tag besteht die Möglichkeit zur Vertiefung der Diskussion technischer Aspekte von Repositorien mit Entscheidungshilfen für die Auswahl passender Repositorien-Software. Parallel ist eine eigene Sitzung dem Aufbau und Betrieb von Publikationsfonds gewidmet. Der Workshop wird mit einer Sitzung zum Thema Open Science abgeschlossen.

Jetzt anmelden: den aktuellen Programmentwurf und das Anmeldeformular finden Sie auf der Website des Helmholtz Open Access Koordinationsbüros.

Helmholtz-Wissenschaftler im Herausgebergremium von Scientific Data

Die von der Nature Publishing Group im April 2013 angekündigte Datenzeitschrift Scientific Data nimmt weiter Gestalt an. Zu den ersten Mitgliedern im „Editorial Board“ der neuen Zeitschrift gehören Prof. Dr. Michael Boutros und Prof. Dr. Stefan Wiemann vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in der Helmholtz-Gemeinschaft. „Beim Peer Review von eingereichten Beiträgen werden wir besonderen Wert auf die Datenqualität und die Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten aus den Biowissenschaften legen,“ sagte Prof. Boutros.

Scientific Data will sich zunächst auf Datenveröffentlichungen aus den Lebens- und Umweltwissenschaften konzentrieren und dabei mit etablierten Datenrepositorien zusammenarbeiten, wie z. B. Dryad, GenBank oder PANGAEA. Geeignete Datenrepositorien sollen den von Scientific Data empfohlenen Kriterien genügen und möglichst bei den Verzeichnisdiensten BioSharing oder re3data.org registriert sein.

Die als Open-Access-Plattform angekündigte neue Datenzeitschrift bietet Autorinnen und Autoren für ihre Publikation eine offene CC-BY-Lizenz an. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit restriktivere Lizenzen wie CC BY-NC oder CC BY-NC-SA zu wählen, die nicht der Open-Access-Definition der Budapest Open Access Initiative entsprechen. Auf Kritik ist darüber hinaus der Ansatz der Nature Publishing Group gestoßen, für CC-BY-Lizenzen höhere Publikationsgebühren zu verlangen.

 

Invenio User Group Workshop im November in Jülich

Die Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich (FZJ) ist Gastgeber des internationalen Invenio User Group Workshop. Der Anwender-Workshop findet vom 18. bis 20. November 2013 im Forschungszentrum Jülich statt und richtet sich an erfahrene Anwender, Neueinsteiger und Interessierte der Softwarelösung Invenio für Bibliotheken und Repositorien. Die Bibliotheken des Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY, der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, des FZJ und der RWTH Aachen nutzen das Softwarepaket Invenio des CERN als Basis für verschiedene bibliothekarische Anwendungen.

Leiter/-innen und Mitarbeiter/-innen aus Bibliotheken sowie Daten- und Rechenzentren der Helmholtz-Gemeinschaft sind eingeladen sich einen Überblick über bestehende Installationen der Software zu verschaffen und die neue Version von Invenio kennenzulernen. Auf der Website der Zentralbibliothek Jülich finden sich nähere Informationen zum Programm und zur Anmeldung.

 

Repositorium des GEOMAR ist kompatibel zu OpenAIRE

Das Repositorium OceanRep des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel bietet als erstes Repositorium der Helmholtz-Gemeinschaft die technische Möglichkeit Publikationen aus EU-geförderten Projekten dem betreffenden Projekt zuzuordnen. Realisiert wird dies durch ein Plugin für die im GEOMAR verwendete Repositorien-Software Eprints, das über einige zusätzliche Datenfelder diese Zuordnung ermöglicht.

OceanRep ist damit kompatibel zu OpenAIRE, einem von der EU-Kommission geförderten Portal, das Informationen zu Publikationen aus EU-geförderten Projekten sammelt und zur Verfügung stellt. Anforderungen an OpenAIRE-konforme Repositorien werden in den „OpenAIRE Guidelines“ im Detail beschrieben.

Einer von der EU-Kommission in Auftrag gegebenen aktuellen Studie zufolge sind durchschnittlich bereits ein Drittel aller wissenschaftlichen Publikationen weltweit im sogenannten Grünen Weg des Open Access als Zweitveröffentlichungen über Repositorien verfügbar. Am höchsten ist dieser Anteil in der biomedizinischen Forschung.

Newsletter: mehr als 700 Abonnenten

In eigener Sache kann das Helmholtz Open Access Koordinationsbüro einen kleinen Rekord verzeichnen. Anfang Juni 2013 ist die Abonnentenzahl des Helmholtz Open Access Newsletters erstmals auf über 700 gestiegen (aktuell: 724) und hat damit einen neuen Höchststand erreicht.

Wir freuen uns sehr über das große Interesse und über die wachsende Leserschaft aus den Helmholtz-Zentren, aus anderen deutschen Wissenschaftseinrichtungen und aus dem deutschsprachigen Ausland. Auch in Zukunft werden wir unsere alten und neuen Leserinnen und Leser gern über die letzten Neuigkeiten zu Open Access und dem offenen Zugang zu Forschungsdaten informieren. Der Helmholtz Open Access Newsletter kann hier abonniert werden. Wir begrüßen es, wenn Sie den Newsletter über Ihre Kanäle weiter verbreiten.

 

Springer und der Grüne Weg des Open Access

Der Wissenschaftsverlag Springer, einer der größten Verleger wissenschaftlicher Zeitschriften, hat Anfang des Jahres die „Self-Archiving Policy“ seiner subskriptionsbasierten Zeitschriften zum Nachteil seiner Autorinnen und Autoren geändert. Die alte Regelung für den Grünen Weg des Open Access erlaubte Springer-Autoren eine Manuskriptversion ihres Artikels sechs Monate nach der Erstveröffentlichung über ihr institutionelles Repositorium zugänglich zu machen. Für die Zugänglichmachung in einem Fachrepositorium wie PubMed Central verlangte und verlangt Springer die Beachtung einer Embargofrist von zwölf Monaten. Mit der angesprochenen Änderung verlangt Springer nun auch bei der Zugänglichmachung über institutionelle Repositorien die Beachtung einer Frist von zwölf Monaten.

Es wird befürchtet, dass die Änderung eine Reaktion auf die Open-Access-Politik der britischen Regierung sein könnte, wie sie durch die Research Councils UK umgesetzt wird. Diese Regelung verlangt, dass Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung stammen, über den Grünen oder Goldenen Weg des Open Access zugänglich gemacht werden. Bei der Nutzung des Grünen Weges wird bei Publikationen aus den STM-Fächern eine Embargofrist von bis zu sechs Monaten toleriert.

Es entsteht der Eindruck, die Änderung der „Self-Archiving Policy“ durch den Springer-Verlag diene dazu, Autoren die Nutzung des Grünen Weges zu erschweren und sie so zur Akzeptanz des „Springer Open Choice“-Angebotes, d. h. dem Freikauf einzelner Artikel in subskriptionsbasierten Zeitschriften zu bewegen. Springer bestreitet dies und erklärt, die Änderung diene einer Vereinfachung der „Self-Archiving Policy“ des Verlages.

 

CC0 für Forschungsdaten bei BioMedCentral

Der zur Verlagsgruppe Springer Science+Business Media gehörende Open-Access-Verlag BioMed Central hat mitgeteilt, dass ab September 2013 die Forschungsdaten aus den Veröffentlichungen in allen Zeitschriften von BioMed Central und Chemistry Central unter die Creative-Commons-Lizenz CC0 gestellt werden. Damit werden die Daten von allen urheberrechtlichen Beschränkungen befreit. Das „BioMed Central copyright and license agreement“ wird entsprechend ergänzt. Diese Änderung bezieht sich nur auf Daten in publizierten Artikeln, die Textpublikationen selbst werden weiterhin unter einer CC-BY-Lizenz erscheinen.

Mit der Öffnung will der Verlag signalisieren, dass er das „sharing“ von Forschungsdaten ebenso wie Datamining und andere Formen der Datenanalyse unterstützt. Hintergrund sind die Ergebnisse einer öffentlichen Umfrage, bei der sich eine große Mehrheit für eine Verwendung der CC0-Lizenz für Forschungsdaten aussprach. Weitere Details zur Auswertung der Umfrage sind in der Zeitschrift BMC Research Notes erschienen.

Hrynaszkiewicz, I., S. Busch & M.J. Cockerill 2013: Licensing the future: report on BioMed Central's public consultation on open data in peer-reviewed journals. BMC Research Notes 6: 318. doi:10.1186/1756-0500-6-318

 

NIH setzen Open-Access-Regeln durch

Ende 2012 kündigten die amerikanischen National Institutes of Health an, ab Frühjahr 2013 ihre bestehende Open-Access-Richtlinie durchzusetzen. Gemäß dieser „Public Access Policy“ sind Förderempfänger gehalten, die Manuskripte der aus NIH-geförderten Projekten entstandenen Publikationen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beim NIH-Repositorium PubMed Central einzureichen und nach spätestens 12 Monaten frei zugänglich zu machen. Der Mitteilung der NIH zufolge soll bei Nichteinhaltung dieser Förderbedingung künftig die Bearbeitung von Folgeanträgen zurückgestellt werden.

Wie die NIH jetzt berichteten, ist die Zahl der von Autoren eingereichten Manuskripte sprunghaft angestiegen, von durchschnittlich 5100 pro Monat in den Jahren 2011 und 2012 auf über 10000 im Mai 2013. Darin noch nicht enthalten sind die monatlich rund 2900 Publikationen, die als Verlagsversionen bei PubMed Central direkt von Verlagen eingereicht werden. Die NIH nähern sich damit ihrem Ziel die Publikationen jedes ihrer Förderempfänger im Open Access verfügbar zu machen.

 

Literaturhinweise: Open Access

Collins, E., C. Milloy & G. Stone 2013: Guide to Creative Commons for humanities and social science monograph authors. OAPEN-UK. http://oapen-uk.jiscebooks.org/ccguide/

Shariff, S.Z. et al. 2013: Retrieving clinical evidence: a comparison of PubMed and Google Scholar for quick clinical searches. Journal of Medical Internet Research 15: e164. doi:10.2196/jmir.2624

Shieber, S.M. 2013: Ecumenical open access and the Finch Report principles. In: Debating open access, S. 30–41. Herausg. von N. Vincent & C. Wickham. London: British Academy. http://www.britac.ac.uk/openaccess/debatingopenaccess.cfm

 

Literaturhinweise: Forschungsdaten

Berman, F. & V. Cerf 2013: Who will pay for public access to research data? Science 341: 616–617. doi:10.1126/science.1241625

Hartter, J. et al. 2013: Spatially explicit data: stewardship and ethical challenges in science. PLoS Biology 11: e1001634. doi:10.1371/journal.pbio.1001634

Kafkas, ?., J.-H. Kim & J.R. McEntyre 2013: Database citation in full text biomedical articles. PLoS ONE 8: e63184. doi:10.1371/journal.pone.0063184

Starr, J. et al. 2013: DataCite metadata scheme for the publication and citation of research data. Version 3.0. DataCite. doi:10.5438/0008

Wallis, J.C., E. Rolando & C.L. Borgman 2013: If we share data, will anyone use them? Data sharing and reuse in the long tail of science and technology. PLoS ONE 8: e67332. doi:10.1371/journal.pone.0067332

 

Impressum

Der Helmholtz Open Access Newsletter wird vom Helmholtz Open Access Koordinationsbüro herausgegeben.

Redaktion: Dr. Christoph Bruch, Heinz Pampel und Dr. Paul Schultze-Motel

Kontakt: open-access@helmholtz.de

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