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Archiv

Die Ausgaben 1-22 des Newsletters finden Sie im Archiv.

Helmholtz Open Access Newsletter vom 18.08.2008

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dies ist der 23. Helmholtz Open Access Newsletter, herausgegeben vom Helmholtz Open Access Projekt. In diesem Newsletter geben wir Ihnen einen monatlichen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen zum Thema Open Access.

Sie finden den aktuellen Newsletter und das Archiv auf der Website des Helmholtz Open Access Projekts.

Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten.

Anmeldung für den Workshop „Umgang mit Forschungsdaten“ möglich

Die Helmholtz-Gemeinschaft lädt alle Interessierten zum offenen Helmholtz Workshop zum Thema „Umgang mit Forschungsdaten“ vom 18. 08.-19.09.2008 nach Bremen in das Haus der Wissenschaft ein.

Am ersten Workshoptag werden internationale Referenten (u.a. Malcolm Read, Exec. Secretary des Joint Information Systems Committee - JISC) aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Disziplinen Einführungen in die Thematik geben. Der zweite Tag ist der Arbeit in Kleingruppen gewidmet, dabei sollen themenspezifische Aspekte im Umgang mit Forschungsdaten diskutiert werden. Ziel ist es, die differenzierten Aspekte und Problemfelder zu beleuchten, die für die Entwicklung einer Forschungsdaten-Richtline (wie sie von der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisation in der Schwerpunktinitative „Digitale Information“ gefordert wird) von Bedeutung sind.

Programm, Anmeldeformular sowie weitere Informationen finden Sie auf der Website des Helmholtz Open Access Projekts.

Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 08.09.2008.

Rückblick: Workshop zur Datenarchivierung am Helmholtz-Zentrum Berlin

Am 08. und 09.07.2008 fand am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (ehemals Hahn-Meitner-Institut Berlin) ein interner Workshop zum Umgang mit Forschungsdaten statt.

Referenten aus der Helmholtz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft informierten über vielfältige Aspekte im Rahmen des Forschungsdatenmanagement. Dr. Wolfgang Fritsch (Helmholtz-Zentrum Berlin) widmete sich in seiner Einführung den Richtlinien, Empfehlungen und Positionspapieren zum Thema Forschungsdaten. Dr. Hans Pfeiffenberger (Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung) referierte über die Herausforderungen des offenen Zugang zu Forschungsdaten, Dr. Jens Klump (Helmholtz-Zentrum Potsdam, Deutsches GeoForschungsZentrum - GFZ) sprach über die digitale Langzeitarchivierung und Eberhard Mikusch (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt - DLR) stellte die Aktivitäten am Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) vor.

Ziel des Workshops, der von der Bibliothek des Forschungszentrums vorbereitet worden ist, war es, die Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Berlin mit gegenwärtigen und möglichen zukünftigen Konzepten und Strategien des Forschungsdatenmanagement vertraut zu machen und um deren Mitwirkung zu werben.

Neues Informationsmittel für die Hochenergiephysik: INSPIRE

Die vier großen Forschungszentren der Hochenergiephysik (HEP) Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY), European Organization for Nuclear Research (CERN), Fermi National Accelerator Laboratory (FNAL) und Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) haben im Mai auf dem „HEP Information Summit“ am DESY bekannt gegeben mit INSPIRE eine gemeinsame neuartige Informationsplattform für die Hochenergiephysik zu schaffen.

INSPIRE wird Nachfolger der Datenbank SPIRES-HEP, die seit Mitte der 1970er Jahre die zentrale Literaturdatenbank der HEP-Community ist und bereits heute praktisch die gesamte HEP-Literatur nachweist, jedoch unter einer veralteten Technologie leidet.

Neben Veröffentlichungen in Zeitschriften, Büchern und Konferenzproceedings wird INSPIRE auch Publikationen aus Open-Access-Repositorien (auf denen, dank der ausgeprägten Preprint-Kultur in der Hochenergiephysik, bereits heute die überwiegende Mehrheit aller HEP-Publikationen frei zugänglich sind), wie z.B. dem arXiv.org nachweisen. Mehrere Verlage, die bereits jetzt Metadaten ihrer Veröffentlichungen in SPIRES einpflegen, haben angekündigt, die Zusammenarbeit mit INSPIRE zu intensivieren.

Darüber hinaus wird INSPIRE selbst auch als Repositorium genutzt werden. Es ist geplant, INSPIRE zum zentralen Repositorium für die Volltexte aller frei zugänglichen HEP-Publikationen auszubauen, so dass in naher Zukunft über INSPIRE die gesamte HEP-Literatur auffindbar und, soweit möglich, zugänglich sein wird.

INSPIRE basiert auf der am CERN entwickelten Open-Source-Software Invenio zur Verwaltung digitaler Informationsobjekte.

SCOAP3: Unterstützung aus 16 Ländern

Die Anzahl der Teilnehmer im „Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics (SCOAP3)“ wächst weiter. Institutionen aus 16 Ländern haben bereits ihre Unterstützung für das Projekt zugesagt. Ziel des Konsortiums ist es, die Kernzeitschriften der Hochenergiephysik in Open Access zu überführen.

Nachdem im Juni das großbritannische Joint Information Systems Committee (JISC) sowie das niederländische Bibliothekskonsortium UKB und das National Institute for Subatomic Physics SCOAP3 beigetreten sind, wird auch die Liste der Unterstützer aus den USA immer länger. Seit SCOAP3 Ende Februar in Berkeley vorgestellt wurde, haben bereits 44 US-Institutionen (u.a. Bibliothekskonsortien, Forschungseinrichtungen und Universitäten) ihre Unterstützung angekündigt. Darunter z.B. das Stanford Linear Accelerator Center (SLAC), das Thomas Jefferson Laboratory, und die Northwestern University. Aktuell sind in den USA rund die Hälfte des Budgets zur Migration gesichert. Weltweit wurden bereits 4,5 Millionen Euro zugesagt. Über den aktuellen Stand informiert der SCOAP3 Newsletter.

Der US-Journalist Richard Poynder, der u.a. durch seine „OA Interviews“ bekannt ist, beschreibt die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Hochenergiephysik in einem lesenswerten Artikel in der Zeitschrift ComputerWeekly. In dem Artikel kommen auch Mitglieder aus der Helmholtz-Gemeinschaft zu Wort: neben dem DESY-Direktor und zukünftigen CERN-Direktor Prof. Dr. Rolf-Dieter Heuer berichtet Dr. Annette Holtkamp (DESY) über SCOAP3.

Poynder, R: In search of the Big Bang. In: ComputerWeekly, 06.08.2008

Auch der Wissenschaftsjournalist Richard Sietmann widmete sich unter dem Titel „Artikelbeschleunigung“ in der c't 16/2008 (S. 38-39) SCOAP3.

 

World Radiation Monitoring Center nun am Alfred-Wegener-Institut

Das internationale Archiv für Strahlungsdaten World Radiation Monitoring Center (WRMC) stellt für die Klimaforschung hochgenaue, meteorologische Messreihen zur Verfügung.

Seit dem Juli 2008 sichert nun das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft den Fortbestand und die Weiterentwicklung dieses renommierten einmaligen Archivs - nach 15 Jahren Laufzeit an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETH).

Die Forschungsdaten dienen der Klimabeobachtung, der Überwachung der Einflüsse des Menschen auf die Erdatmosphäre sowie der Verbesserung der Klimavorhersagen.

Die Daten sind über das Publishing Network for Geoscientific and Environmental Data - PANGAEA zugänglich (für diese Daten ist eine Anmeldung erforderlich).

Weitere Informationen.

 

EU-Grünbuch zum Urheberrecht

Im Juli veröffentlichte die Europäische Kommission das Grünbuch „Urheberrechte in der wissensbestimmten Wirtschaft“. Zweck des Grünbuchs ist es eine „Diskussion darüber in Gang bringen, in welcher Form Informationen, die für Forschung, Wissenschaft und Unterricht von Belang sind, am besten online verbreitet werden können.“ (S. 3)
In 23 Fragen werden Stellungnahmen zu verschieden Themenkomplexen wie z.B. Digitalisierung und verwaiste Werke abgefragt. Antworten können bis zum 30.11.2008 eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch auf der Website des Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“.

 

BMC schreibt 3rd Annual Research Awards aus

Der Open-Access-Verlag BioMed Central (BMC) hat seinen dritten „Annual Research Awards“ Wettbwerb ausgeschrieben. Unter dem Motto „Excellence in Open Access Research“ können bis Ende des Jahres Aufsätze aus den Disziplinen Biologie und Medizin vorgeschlagen werden, die in einer BioMed Central Zeitschrift veröffentlicht wurden.

Die Preise sind in drei Kategorien geteilt: Biology Award, Medicine Award und Case Reports Awards.

Weitere Informationen.

 

SHERPA/RoMEO erreicht 400

Die von SHERPA (Securing a Hybrid Environment for Research Preservation and Access) betriebene Datenbank RoMEO weist über 400 Verlage und deren Richtlinien zur Selbstarchivierung nach. Die Datenbank unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Zweitveröffentlichung ihrer Artikel in Repositorien.

Weitere Informationen.

 

Literaturhinweise

Das Open-Access-Handbuch der deutschen UNESCO-Kommission ist nun auch in englisch erschienen: „Open Access. Opportunities and Challenges - a Handbook“. Darin finden sich folgende Aufsätze von Autorinnen und Autoren aus der Helmholtz-Gemeinschaft:

Hübner, A.: International Initiatives. S. 131-135.

Pfeiffenberger, H.: Open Access and the Structure of Academic Communication. S. 62-65.

Working Group of the Open Access Commissioners of the Alliance of Research Organisations Open Access and the German Academic System: Common Perspectives of the Alliance of Research Organisations. S. 88-90.

 

Impressum

Der Helmholtz Open Access Newsletter wird vom Helmholtz Open Access Projekt herausgegeben.

Redaktion: Andreas Hübner, Heinz Pampel, Sünje Dallmeier-Tiessen.

Kontakt: open-access@helmholtz.de

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Falls Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an pampel@gfz-potsdam.de

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